Frühlingsfest

Tag der Idylle in der Humuswerkstatt

Feststimmung bei der Humuswerkstatt: Beim Frühlingsfest wurde bei bester Atmosphäre gefeiert, geerntet und gefachsimpelt. Die Besucher kamen voll auf ihre Kosten.
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Feststimmung bei der Humuswerkstatt: Beim Frühlingsfest wurde bei bester Atmosphäre gefeiert, geerntet und gefachsimpelt. Die Besucher kamen voll auf ihre Kosten.

Lukas Worth und Marius Frey feierten mit den Besuchern ein Frühlingsfest in Dabringhausen-Bremen.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Auf dem Feld in der kleinen Ortschaft Bremen bei Dabringhausen herrscht Hochbetrieb. Die Besucher schlängeln sich auf den dünnen Wegen zwischen den Beeten. Sie nehmen die Pflanzen in Augenschein, die hier vom Frühling erzählen. Am Waffelstand hat sich eine gut gelaunte Schlange gebildet, unzählige Spinat- und Käsewaffeln gehen hier über die Theke. Mit allerhand Kräutern vom eigenen Feld natürlich.

Auf dem großen Gelände sind überall kleine Inseln entstanden – mal Holztische und ein paar Bänke auf der weiten Wiese, dann ein paar Gartenstühle. Und immer mal wieder haben sich Besucher einen gemütlichen Platz im hohen Gras gesucht. Die Kinder genießen es, sich zwischen den hohen Halmen zu verstecken. Die Humuswerkstatt hat zum Frühlingsfest eingeladen – und ihre Felder, Gewächshäuser und Flächen für alle Interessierten geöffnet.

Es sind viele, die diese Einladung am Samstag annehmen. Zu ihnen gehören Christian Otlepp und Melanie Marx, die gerade auf den großen Ausstellungstischen die Jungpflanzen begutachten. Mit Hilfe des europäischen Förderprogramms „Leader“ hat die Humuswerkstatt diesen Zweig ihres Angebots im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt. Sehr zur Freude der Besucher. „Wir haben eine ausgefallene Tomatensorte und Chili gefunden“, sagt Melanie Marx, „die nehmen wir mit“. Gemeinsam mit ihrem Freund sei sie aus Burscheid gekommen. „Weil wir die Überzeugung teilen, dass es wichtig ist, woher unser Essen kommt“, betont Melanie Marx. Jede Woche holen sie ihre Gemüsekiste bei der Humuswerkstatt in Bremen ab.

So geht es am Samstagnachmittag vielen Gästen. Sie wollen genauer hinsehen, Boden und Sorten schonen, Spinat vom Feld statt Tomaten aus Brasilien essen.

Am Rande des Beetes stehen Lukas Worth und Marius Frey, die vor drei Jahren die Humuswerkstatt aus der Taufe gehoben und damit ihren Traum von gelebter Permakultur umgesetzt haben – seit dem wachsen und gedeihen nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch ihr Unternehmen. „Wir glauben, dass Veränderung nur möglich ist, wenn Menschen Orte wie diesen hier erleben können“, sagt Marius Frey und deutet auf die Felder. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit der Möglichkeit, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken, wolle die Humuswerkstatt Veränderung in Bewegung bringen.

„Es ist toll, dass heute so viele Menschen hier sind“, sagt er dann. Die beiden Gartenbauer setzen dabei bewusst auf eine Kooperation mit den Dabringhausern: Der Musikverein spielt. Ehrenamtliche, die sich um das Schneiden alter Obstbäume kümmern, informieren über ihre Arbeit. Erdmute Schekat lädt zum Malen ein. Wer Naturmassagen testen möchte, kann hinter einem Tuch verschwinden, das zwischen zwei Bäumen im Wind weht. Und immer mal wieder macht sich einer der inzwischen vielen Helfer der Humuswerkstatt mit einem Messer auf den Weg ins Beet, um neuen Spinat zu holen, Kräuter zu schneiden oder Gemüse zu ernten.

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