Tafel hat viele arbeitslose Neukunden

Jochen Bilstein (v.l nach r.), Norbert Galonska, Stephan Becker und Heike Lehmann (alle SPD) überreichten Brigitte Krips, Vorsitzende der Tafel, die roten Eier. Foto: Anja Carolina Siebel
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Jochen Bilstein (v.l nach r.), Norbert Galonska, Stephan Becker und Heike Lehmann (alle SPD) überreichten Brigitte Krips, Vorsitzende der Tafel, die roten Eier.

Der SPD-Ortsverein überreichte 2500 Ostereier für Bedürftige

Von Anja Carolina Siebel

Als sie erfuhr, wie viele Kunden die Wermelskirchener Tafel derzeit hat, war Heike Lehmann vom SPD-Ortsverein geschockt. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen in unserer Stadt auf Unterstützung beim Erwerb von Lebensmitteln angewiesen sind“, sagte die Kommunalpolitikerin am Dienstagvormittag.

Heike Lehmann traf deshalb zusammen mit der SPD eine Entscheidung: „Sonst verteilen wir an Gründonnerstag immer Ostereier an die Bürger auf dem Wochenmarkt. Weil wegen der Corona-Pandemie alles etwas anders ist, haben wir uns entschieden, die Eier an die Tafel zu spenden.

Hamsterer spendeten ihre Konserven der Tafel

Brigitte Krips nahm diese Spende als Tafel-Vorsitzende gern an. Ganze 2160 knallrot bemalte Ostereier brachten Jochen Bilstein, Norbert Galonska, Stephan Becker und Heike Lehmann gestern bei der Tafel vorbei. „Gekochte Eier sind immer beliebt bei unseren Kunden“, weiß Brigitte Krips. Die Tafel betreut derzeit 400 Wermelskirchener Haushalte, die offiziell angemeldet und somit auf Unterstützung angewiesen sind. „Durch die Corona-Pandemie sind einige dazugekommen, die ihren Job verloren haben und denen deshalb jetzt das Geld fehlt, sich selbst den ganzen Monat lang mit Lebensmitteln zu versorgen“, hat Brigitte Krips beobachtet. Sie erwarte, dass „da noch einige hinzukommen werden, wenn die Situation länger andauert.“

Auch ehemalige Selbstständige, die in die Altersarmut gerutscht sind, betreut das Team der Tafel. Während im Dezember die Türen der Essensausgabe wegen der Infektionsgefahr kurzzeitig geschlossen waren, hat das Team jetzt Wege gefunden, die wichtige Arbeit weiterzuführen. „Das war schon fatal, dass wir schließen mussten, aber wir mussten das alles erst einmal neu strukturieren“, sagt Krips.

Inzwischen findet die Ausgabe der Lebensmittel entweder vom Fenster aus oder komplett draußen statt. Das Team aus 60 Ehrenamtlern ist sporadisch im Einsatz. Derzeit mit drei bis vier Mann pro Tag, während sonst mit bis zu acht Helfern gearbeitet wurde. „Manche, die das entsprechende Alter haben, sind zum Glück schon geimpft, so dass sie sich weniger sorgen müssen“, berichtet Brigitte Krips.

Übe Spenden freut sie sich immer. Einige ungewöhnliche kamen auch schon an: „Menschen, die Konserven gehamstert hatten, haben die später bei uns abgegeben.“

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