Stürmischer Beifall für "Classic meets Pop"

Zahlreiche Musiker trugen zu dem gigantischen Konzertereignis bei.
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Zahlreiche Musiker trugen zu dem gigantischen Konzertereignis bei.

Was die brandheiße Achtelnote auf den Plakaten und Programmen versprach, hat das Konzert "Classic meets Pop" in der Mehrzweckhalle Dabringhausen bis zur letzten Minute gehalten. Bereits 2010 waren über 1500 Besucher Feuer und Flamme für das Projekt. Auch diesmal war der Saal am Freitag wie auch am Samstag ausverkauft.

Die Sänger und Musiker wurden schon bei ihrem Einzug auf die Bühne mit Applauswellen begrüßt. In einheitlichem Schwarz mit leuchtend bunten Halstüchern bildete der Gospelchor "Good News Singers" zusammen mit dem Vokal-Ensemble "Joycing" vom Gymnasium einen Mammutchor mit neunzig geübten Stimmen. Der kraftvolle Background ergänzte sich ideal mit den 48 Musikern des Sinfonieorchersters der Musikgemeinde und den 48 Instrumentalisten vom Blasorchester Dabringhausen.

Damit war die Bühne noch nicht völlig besetzt - die deutschlandweit bekannte Coverband "Jokebox" gab dem Abend den besonderen Kick in Richtung Pop-Rock. Zu den acht ständigen Bandmitgliedern gehörten diesmal zwei Gäste: Ben Anhalt (Klarinette) und Ralf Herbert (Querflöte).

Die wuchtigen Töne von Beethovens 5. Sinfonie ließen auch die letzten Handys im Zuschauerraum verstummen - Alfred Karnowka am Pult führte das Orchester Takt für Takt, hinüber vom klassischen Original zur mitreißenden Pop-Version. Der 1926 geborene und noch lebende Komponist Chuck Berry (St. Louis, Missouri) hätte seine Freude an der Aufführung gehabt. Er setzte mit seinem "Roll over Beethoven" neue Maßstäbe.

Vielen Zuhörern war auch der Mann bekannt, der für seine Ansagen und Zwischenkommentare immer neue Überraschungen parat hatte: Radiomoderator Matthias Bongard hatte keine Mühe, ein witziges Küchengerät mit der Ankündigung des Triumphmarsches aus "Aida" zu verbinden.

Im Nonnenkostüm wirbeln Ralf Becker und Jenny Rizzo

Für ungewöhnliche Gags sorgten auch Mitglieder von Jokebox: Während Chor und Orchester ein großangelegtes Medley von Hits aus dem Musical "SisterAct" lebendig werden ließen, wirbelten zwei Nonnen auf die Bühne und mischten mit rasantem Rhythmus den kompletten Saal auf. Da blieb keine Hand ungerührt - und ohne sich dem Publikum zu erkennen zu geben, verschwanden die Nonnen Ralf Becker und Jenny Rizzo wieder im Dunkel.

Auch das Pferdewiehern kommt aus dem Orchester

Als Leadsängerin mit glockenreinem Sopran begeisterte Steffi Steglich. Abwechslung bestimmte das gesamte Programm. Da kam Verdi ebenso zu Ton wie Thiemo Krass, geboren 1964. Welches Instrument bei dem "Ritt nach Agadir" ein Pferdewiehern zustande brachte, war nicht leicht auszumachen.

Am Dirigentenpult wechselten sich Reinold Felthaus (Blasorchester) und Alfred Karnowka (Sinfonieorchester) ab. Sie ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als stürmischer Beifall aufbrandete, bevor der letzte Akkord erklungen war und das Orchester nach zwei Takten Pause den Schluss nachlieferte.

Mehr als drei Stunden Musik pur machten Vorfreude auf ein weiteres Projekt "Classic meets Pop".

CLASSIC MEETS POP

MITWIRKENDE Sinfonieorchester der Musikgemeinde Wermelskirchen e.V., Blasorchester Dabringhausen, die Band Jokebox und der CMP Projektchor.

MUSIKER Insgesamt standen wieder rund 200 Musiker und Sänger auf der Bühne und erzeugten gemeinsam tatsächlich die versprochene Gänsehautatmosphäre.

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