Mein Blick auf die Woche in Wermelskirchen

Start nach Corona fällt vielfach noch schwer

anja.siebel@rga.de
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Viele Menschen kamen zu A la carte, um endlich wieder feiern zu können. Doch WGA-Redakteurin Anja Carolina Siebel sieht auch, dass es nicht alles nach Corona wieder gut anläuft.

Hin und weg zeigte sich André Frowein, Vorsitzender des Marketingvereins WiW vom verkaufsoffenen Sonntag und der Veranstaltung A la carte in der Stadt. Besucherzahlen wie vor Corona und zufriedene Gesichter – was wollen Veranstalter und Besucher mehr. Die Menschen kamen nicht nur aus Wermelskirchen, aus Remscheid und Solingen, sondern sogar aus dem Münsterland. Das zeigte: A la carte ist eine Veranstaltung, die sich inzwischen herumgesprochen hat. Und die zum Stadtbild einfach dazugehört.

Dass nach Corona das Leben wieder beginnt, ist positiv. Allerorten wird wieder gefeiert, getanzt und sich getroffen. Sicher gibt es immer noch Infektionen und es ist gewiss nicht dumm, sich weiterhin zu schützen. Mit Schutzmaske, Abstand und Rücksicht beispielsweise. Aber Isolation ist nicht mehr der richtige Weg. Es ist jetzt wichtig, das Leben wieder weitgehend normal zu gestalten. Und das passiert in Wermelskirchen eben auch gerade.

Vor allem für die junge Generation ist der direkte Kontakt zu Gleichaltrigen wichtig. Denn während der langen Lockdowns konnten auch sie sich nur mit vereinzelten Menschen treffen, sahen sich allenfalls im Klassen- oder Kitagruppen-Verband oder eben auch häufig nur innerhalb der Familie. Das hat Spuren hinterlassen und muss jetzt mit Programmen wie „Aufholen nach Corona“ und Aktionen wie Projektwochen oder Schüler-Zirkus-Projekten wieder Richtung Normalität gesteuert werden. Vielfach kappt das. Vielfach merkt man – wie etwa bei A la carte am vergangenen Wochenende –, dass die Menschen sich wieder treffen möchten. Vielfach fällt es aber auch noch schwer.

Viele Gastronomen klagen zum Beispiel über erheblich weniger Umsatz als vor Corona. Da hilft es nicht, mit einem Schild zu wedeln mit der Aufschrift „Hier ist geöffnet“ oder „Hier ist was los“. Es bedarf guter Konzepte – und vor allem braucht es Personal. Das fehlt vielerorts, weil sich die Mitarbeitenden in der Zeit der aus den Schließungen resultierenden Kurzarbeit wegbeworben haben. Sie haben Zuflucht in anderen gesucht, Branchen, in denen es vielleicht die Möglichkeit zum Homeoffice gab oder die zumindest nicht auf Publikumsverkehr angewiesen waren. Die kommen nun vermutlich auch nicht mehr zurück. Das ist nicht nur in der Gastronomie so, sondern auch in Bäckereien oder dem Einzelhandel. Kurz: Es gibt viele Probleme. Und umso schöner ist es, wenn hin und wieder unbeschwert gefeiert werden kann.

Vom Garn bis zum Topflappen: Stadtkirchenbasar bot vieles für den guten Zweck.

Zu Halloween gab es vielerorts Vandalismus und Schäden.

anja.siebel
@rga.de

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