Starkregen: Simulation zeigt gefährdete Gebiete

Das Freibad Dabringhausen war vom Starkregen Mitte Juli besonders schwer getroffen. Archivfoto: Dominik Roenneke
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Das Freibad Dabringhausen war vom Starkregen Mitte Juli besonders schwer getroffen. Archivfoto: Dominik Roenneke

Klimaschutz: Fachbüros haben ein Teilkonzept für den Kreis erarbeitet

Von Markus Schumacher

Um die Folgen des Klimawandels für den Rheinisch-Bergischen Kreis zu untersuchen, hat die Kreisverwaltung – unterstützt durch alle Kommunen – bereits im vergangenen Jahr zwei Fachbüros mit der Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes beauftragt. Dieses Konzept soll die Menschen für das Thema Klimaanpassung sensibilisieren, die Auswirkungen von klimawandelbedingten Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hitze und Dürre analysieren und Schutz- und Präventivmaßnahmen entwickeln.

Gerade mit Blick auf das Starkregen- und Hochwasserereignis von Mitte Juli komme diesem bereits fertiggestellten Teilbericht zum Thema Starkregen eine besonders wichtige Rolle zu, schreibt die Pressestelle des Kreises. Den Bericht habe der Kreis daher jetzt auch auf seiner Website veröffentlicht. Dort fänden Bürger auch Informationen dazu, wie sie sich vor Starkregenereignissen schützen können und welche Beratungsstellen sie unterstützen.

Ziel des Klimaschutzteilkonzeptes sei es, die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis sowie deren Hab und Gut langfristig besser vor Extremwetterereignissen zu schützen, beziehungsweise die daraus resultierenden Folgeschäden zu reduzieren.

Ein Katalog an Maßnahmen soll nun umgesetzt werden

Im Teilbericht gebe es hierzu einen Katalog an Maßnahmen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Verbesserungen am Kanalsystem, gefährdeten Objekten sowie Gewässern, die von Kreis und Kommunen, Eigentümerinnen und Eigentümern sowie weiteren Akteuren umgesetzt werden sollten.

Zudem wurde eine Gefahrenkarte erstellt, die zeigt, welche Gebiete durch Starkregen betroffen sein könnten. Zur Veranschaulichung des berechneten Starkregenereignisses wurde auch eine Starkregensimulation erstellt, in der die Fließwege und Wassertiefen für alle Orte innerhalb des Kreisgebietes animiert dargestellt werden. Für die Erstellung wurde ein statistisch hundertjährliches Ereignis zugrunde gelegt, das einem „klassischen Sommergewitter“ von der Dauer einer Stunde und einer sehr hohen Niederschlagsmenge entspricht.

Die Simulation entspreche damit nicht dem Starkregenereignis im Sommer: Diese Wassermengen übertraf alles bisher Dagewesene. Wichtig sei jedoch, dass dennoch nahezu alle bei dem Ereignis betroffenen Schadens- und Einsatzorte mit der Karte erkannt und bestätigt worden seien. Bürger könnten damit also das Gefahrenpotenzial für den eigenen Standort einsehen.

www.rbk-direkt.de/uebersicht-klimawandelanpassung.aspx

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