Aktion

Stadtradler schaffen rund 60 000 Kilometer

Möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen – darum geht es beim Stadtradeln. Archivfoto: Roland Keusch
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Möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen – darum geht es beim Stadtradeln.

Verwaltung ehrt die erfolgreichsten Zweiradfahrer der Saison am Montag.

Von Anja Carolina Siebel

Rund 60 000 Radkilometer durch Wermelskirchen und die nähere Umgebung. Das haben die Stadtradler allein in Wermelskirchen in diesem Juni geschafft. „Genau sind es 59 785 Kilometer“, sagt Yvonne Kuhl, die sich beim Amt für Stadtentwicklung seit Jahren ums Stadtradeln kümmert. „Ich gehe noch von einigen Nachmeldern aus. Die Senioren, die bei uns mitradeln, reichen meist ihre geradelten Kilometer schriftlich bei uns ein. Dazu haben sie noch bis Samstag Zeit.“ Und dann könnte tatsächlich die 60 000-Kilometer-Marke überschritten werden,

Am Montag sollen die erfolgreichsten Wermelskirchener Stadtradler dann ausgezeichnet werden. In den Einzelwertungen waren das Jörg Kemppainen mit 1813 Kilometern, Norbert Gast mit 1786 Kilometern und Isabell Haussels mit 1511 Kilometern.

Aber es gab auch erfolgreiche Radler-Gruppen in Wermelskirchen: „Ganz vorn liegt da unser Gymnasium“, lobt Yvonne Kuhl. „Als einzige Schule, die sich aus unserer Stadt beworben hat.“ 85 Teilnehmende gab es am Gymnasium, sowohl Schüler als auch Lehrer. Insgesamt erradelten sie sich stolze 12 436 Kilometer beim Stadtradeln. Das Ganze in Untergruppen: So strampelten drei Lehrer zum Beispiel 3366 Kilometer und die Klasse 5b immerhin 925 Kilometer mit dem Rad.

Das Erfreuliche: Laut Yvonne Kuhl wächst die Zahl der Teilnehmenden beim Stadtradeln in Wermelskirchen von Jahr zu Jahr. Waren es 2020 noch 189 Teilnehmende mit 50 486 Kilometern, sind es jetzt 210 Radler mit 59 795 Kilometern.

Kreisweit haben bei der Aktion 2509 Radlerinnen und Radler mit mehr als 450 000 geradelten Kilometern ihr Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Wie die Kreisverwaltung mitteilt, sammelten insgesamt 241 Teams Fahrradkilometer – und umrundeten damit etwa elf Mal die Erde. Die Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr wurden somit erneut auch im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis übertroffen. Kreis-Umwelt-Dezernentin Elke Reichert ist begeistert von der regen Teilnahme an der Aktion: „Für mich war auch unsere vierte Teilnahme am Stadtradeln eine tolle Leistung. Ich bedanke mich bei allen Radlerinnen und Radlern ganz herzlich fürs Mitmachen - damit haben Sie Ihren Beitrag für unsere Region geleistet.“

Besonders die Schulen erzielten hohe Kilometerzahlen

Für die hohen Kilometer-Zahlen seien in diesem Jahr vor allem die 30 Schulen in Rhein-Berg verantwortlich, die sich mit ihren Teams am NRW-weiten Schulradeln beteiligt haben.

Ulrike Müller, die gleichzeitig wie bereits berichtet auch als Stadtradel-Star angetreten ist, hat sich mit ihrem Schulteam der Johannes-Löh-Gesamtschule in Burscheid am Schulradeln beteiligt. Bei einer gemeinsamen Tour hat das Team Geschmack am Fahrradfahren gefunden. Wie sie berichtet, ist nach der Aktion damit nicht Schluss: „Für die letzte Schulwoche vor den Sommerferien ist noch eine lange Fahrradtour geplant“, berichtet die Lehrerin.

Im kreisweiten Vergleich der Schulteams hat das Otto-Hahn-Gymnasium in Bensberg die Nase vorn. Es hat über den gesamten dreiwöchigen Aktionszeitraum den ersten Platz verteidigt. Die 351 Teammitglieder brachten zusammen mehr als 30 000 Kilometer auf den Tacho. Und auch der zweite Platz kommt aus Bensberg: Das Schulteam der Otto-Hahn-Realschule sammelte gemeinsam mehr als 20 000 Kilometer.

Aber mit dem Schulradeln ist noch nicht Schluss. „Es ist eine landesweite Aktion und die Schulen können weiter in die Pedalen treten“, sagt Yvonne Kuhl. Mit dem Stadtradeln geht es indes erst nächstes Jahr im Juni weiter. Wer trotzdem jetzt lieber mit dem Rad zur Arbeit fährt, der möge das tun.

Stadtradeln

Die Kampagne wird deutschlandweit vom Klimabündnis organisiert und findet von Mai bis Oktober, je nach Kommune, in einem festgelegten Zeitraum von 21 Tagen statt. Dann können die Teilnehmer Kilometer mit dem Fahrrad sammeln und diese anschließend in eine App eintragen. Mitmachen können alle, die in der teilnehmenden Region wohnen, arbeiten oder einem Verein angehören.

Standpunkt: Zeichen gesetzt

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Klar, es gab Städte im Rheinisch-Bergischen Kreis, die noch besser abgeschnitten haben als Wermelskirchen. Aber das Stadtradeln ist ja schließlich keine Fußball-Europameisterschaft. Siege sind da zweitrangig. Es geht um Spaß an Bewegung, aber auch um Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimabewusstsein und den Zusammenhalt unter Sportlern. All das haben – auch – die Wermelskirchener bewiesen. Was für eine gute Nachricht, dass laut Yvonne Kuhl vom Amt für Stadtentwicklung die Zahl jener, die sich am Stadtradeln beteiligen, von Jahr zu Jahr größer wird. Das Bewusstsein für andere Arten der Fortbewegung wächst. Auch, und das ist am erfreulichsten, bei den Jüngeren. So hat sich das Gymnasium Wermelskirchen mit 85 Teilnehmern ganz herausragend an der Aktion beteiligt. Zu wünschen wäre, dass der eine oder die andere auch noch über den Juni hinaus zumindest hin und wieder umsteigen wird – vom Auto aufs Rad. Die Trassen mit ihren immer bequemeren Verbindungen sogar in die nahe gelegenen größeren Städte machen es möglich. Auf jeden Fall haben die Teilnehmer des Stadtradelns ein wertvolles Zeichen gesetzt.

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