Gemeinde

Stadtkirchen-Basar bringt 10.500 Euro ein

Beim Basar im evangelischen Gemeindezentrum gab es auch ein reichhaltiges Angebot an Schmökern.
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Beim Basar im evangelischen Gemeindezentrum gab es auch ein reichhaltiges Angebot an Schmökern.

Hunderte Besucher zählten die Ehrenamtlichen am Samstag im evangelischen Gemeindezentrum am Markt.

Von Theresa Demski

Gerade kommen zwei Damen mit großen gefüllten Wäschekörben aus dem Gemeindezentrum. „So viel wollten wir doch eigentlich gar nicht kaufen“, sagt die eine zur anderen, und dann lachen sie gemeinsam. Zufrieden räumen sie ihre Fundstücke in den Kofferraum und machen sich auf den Heimweg. Währenddessen wird im Gemeindezentrum weiter gestöbert. Die Ehrenamtlichen der evangelischen Kirchengemeinde haben alles in den vergangenen Monaten sortiert und gut verstaut und pünktlich zum Basar im Gemeindezentrum aufgebaut und präsentiert.

„Es ist etwas weniger dieses Jahr“, sagt Sonja Raschkowski vom Vorbereitungsteam, „aber es ist immer noch genug.“ Nach dem Corona-Jahr, in dem viele Wermelskirchener Haushalte auf den Kopf gestellt worden waren und sich so besonders viel Material für den Basar im vergangenen Jahr gefunden hatte, pendelt sich die Menge nun wieder ein. Am Ende des Tages bleibt auch weniger Material, das an andere soziale Projekte weitergegeben wird. „In den ersten Stunden ist schon viel verkauft worden“, sagt Sonja Raschkowski dann. Der größte Ansturm hatte dem Basar wie immer am frühen Morgen ins Haus gestanden: Kurz, bevor um 9 Uhr die Türen aufgegangen waren, hatte sich eine Schlange bis zur Straße gebildet. Schuhe und Kleidung, Elektroartikel und Haushaltswaren: Kaum hatten die Menschen die Schwelle übertreten, hatten die Verhandlungen begonnen.

„Bei uns kaufen viele Menschen ein, denen Nachhaltigkeit wichtig ist“, erzählt Gunhild Dahlhoff, die bei den Taschen und Schuhen im Einsatz ist. Es habe nicht wenige Kundinnen gegeben, die sich erst nach hochwertigen Schuhen umgesehen und danach die passende Tasche gesucht hätten. „Da geht es um richtig modische Fragen, längst nicht nur um Schnäppchen“, sagt sie.

Währenddessen ist Arwen Steinhaus bei den Kinderbüchern im Einsatz. „Ich liebe Bücher“, sagt sie, „und ich habe selber auch schon ein paar Exemplare für mich gefunden.“ Sie berät, wenn es Beratungsbedarf gibt. Und sie sortiert fleißig, um den Überblick zu behalten. „Im bin hier jedes Jahr im Einsatz“, erzählt sie. Zum ersten Mal bekommt sie dabei Unterstützung von Sabrina Ollig, die unter der Woche in der Stadtbücherei arbeitet. „Ich konnte heute auch schon ein bisschen beratend tätig sein“, erzählt sie und freut sich über ihren ehrenamtlichen Dienst.

Mehr als 100 Freiwillige sind im Einsatz

Mehr als 100 Freiwillige sind für den Basar an der Stadtkirche im Einsatz. „Am Ende haben sich dann wie immer doch viele fleißige Helfer gefunden“, sagt Sonja Raschkowski. Lange hatte das Team gezittert, ob sich genug Ehrenamtliche melden würden. Es ist eine bunte Truppe, die sich am Samstag – und auch zum Auf- und Abbau – für den Basar engagiert. Die Konfirmanden sind genauso dabei wie Gisela Röll und Willi Brust, die seit Jahrzehnten das Gesicht des Basars mitprägen. „Ich bin jetzt über 80“, sagt Willi Brust, „aber so lange es geht, mache ich mit.“ Längst sind auch sein Sohn, seine Schwiegertochter und die Enkel im Einsatz. „Mir macht es einfach Spaß, hier mitzuhelfen“, sagt er – und dann widmet er sich einem Besucher, der gerade die alte analoge Kamera unter die Lupe nimmt. Die Preise sinken gegen Mittag noch mal deutlich.

Viele der Besucher haben da längst einen Platz im großen Saal gefunden – bei Erbsensuppe und Mutzen, Würstchen und Kuchen. Die kleinen Grüppchen, die treuen Besucher und auch viele Geflüchtete sitzen zusammen am Tisch. Sie erlauben sich einen Blick in ihre vollen Tüten und kommen ins Gespräch. „Wir sind sehr froh, dass der Basar in dieser Form wieder möglich ist“, sagt Sonja Raschkowski, „vor allem nach dem beschwerlichen Basar im vergangenen Jahr.“

In diesem Jahr kamen rund 10 500 Euro für den guten Zweck zusammen. Damit werden soziale Projekte unterstützt.

Erlös

Mit dem eingenommenen Geld werden soziale Projekte unterstützt: Kerstin Abbas Arbeit mit den Straßenkindern in Peru, Peter Gohls Projekte im Kongo, Britta Wagners Arbeit in Südafrika, die Partnergemeinde in Tansania, die CVJM-Freizeitarbeit und das Hospiz Bergisches Land.

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