Konzert

Stadtkirche taucht in mittelalterliches Flair

Steffi Schüller vom Fundraising-Team begeisterte die Besucher mit ihrem Bauchladen. Foto: Anja Carolina Siebel
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Steffi Schüller vom Fundraising-Team begeisterte die Besucher mit ihrem Bauchladen.

Das Fundraising-Team bot zwölf Stunden Musik beim Zwölf-Stunden-Konzert. Aber auch vieles mehr.

Von Anja Carolina Siebel

Standpunkt von Anja Carolina Siebel

Steffi Schüller vom Fundraising-Team „Wir für EKWK“ der evangelischen Stadtkirche, weiß, wie sie Besucher für sich und ihre Ware begeistern kann. Mit einem Bauchladen brachte die Wermelskirchenerin am Samstag auf dem Hof um die Stadtkirche am Markt ganz besondere Reliquien an Mann und Frau. Die „Blasensteine des heiligen Liborius“ fanden mindestens genau so viel Anklang wie das „Heilige Blechle“. Ungeschlagen in der Beliebtheit auf dem Kirchhof blieben aber – wie sollte es anders sein – die „Schlüssel zum Paradies“.

Der liebevoll Mittelaltermarkt war Teil des Zwölf-Stunden-Konzertes, das die Stadtkirchengemeinde am Samstag zum dritten Mal initiierte. Gemeindeglieder stellten Selbstgebasteltes und -gebrautes zum Verkauf. Liköre zum Beispiel. Oder Marmeladen. Der Renner bei den Gästen war allerdings das „Orgel-Bier“, eigens für den besonderen Tag gebraut von der Wermelskirchener Dellmanns-Brauerei.

Die Idee des Zwölf-Stunden-Konzerts stammt von Meinhard Felbick. Er gehört zum Fundraising. Team, das sich vor gut drei Jahren gebildet hatte, um die Sanierung der Kirchenorgel in der Stadtkirche zu finanzieren. „Das war damals eine völlig spontane Idee, ein Zwölf-Stunden-Konzert zu veranstalten“, erinnert er sich. „Dass daraus etwas werden kann, das hätte ich damals nicht gedacht.“

Es wurde. Inzwischen hat sich das Zwölf-Stunden-Konzert zur Kirmeszeit etabliert. Mit wechselnden Musikgruppen. „Wir haben unsere eigenen Chöre und Formationen, aber natürlich freuen wir uns auch über bekannte und beliebte Bands wie Bernies Brass-hoppers, die in der Kirche auftreten“, berichtet Steffi Schüller.

Arbeiten am Stuck kamen in die Quere

Der Erlös des Spektakels kommt wie immer der Sanierung der Kirchenorgel zugute. Die soll jetzt bald weitergehen. „Die Arbeiten sind ein wenig ins Stocken geraten, weil ja jetzt erstmal der Stuck in der Kirche erneuert werden musste“, sagt Steffi Schüller. Wie berichtet waren Stuckausbesserungen an den vier Deckenecken des Kirchenschiffs vonnöten. Dort hatten sich vor einiger Zeit einige Brocken gelöst und waren zum Teil auch runtergekommen. Das Sanierungsprojekt musste daher relativ kurzfristig geplant und umgesetzt werden. Schüller: „Im Herbst soll es aber weitegehen mit den Arbeiten an der Peter-Orgel.“

Das Sorgenkind der evangelischen Stadtkirchengemeinde musste im letzten Oktober stillgelegt werden und ist noch immer außer Betrieb. Seitdem werden Spendengelder gesammelt, um eine komplette Orgelsanierung durchführen zu können. Dazu müssen die Elektronik erneuert, neue Orgelpfeifen eingesetzt, die Pfeifenstandorte vorgezogen sowie der Spieltisch nach unten verlagert werden. 

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