Stadtbücherei: Auch im Lockdown wird gelesen

Büchereileiterin Kathrin Ludwig hat viele Pläne für die Zeit nach Corona. Archivfoto: Doro Siewert
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Büchereileiterin Kathrin Ludwig hat viele Pläne für die Zeit nach Corona. Archivfoto: Doro Siewert

Leiterin Kathrin Ludwig und ihr Team entwickelten viele Ideen für eine kontaktlose Ausleihe

Von Anja Carolina Siebel

Bücher ausleihen und drauflos lesen, das ist offensichtlich gerade in der Coronazeit ein großes Thema. Das berichtet zumindest Kathrin Ludwig, Leiterin der Stadtbücherei.

„Die Stadtbücherei hat so mancher Familie und vielen Singles in Wermelskirchen durch die anstrengenden Monate der Pandemie geholfen“, sagt Ludwig. Und auch aktuell sei die Bücherei an der Kattwinkelstraße trotz erneutem Lockdown gefragt.

Selbst in den Regalen stöbern, das ist während des aktuell strengen Lockdowns nicht drin. „Aber der angebotene Abholservice wird gut genutzt“, sagt Kathrin Ludwig. „Im Viertelstundenrhythmus werden die fertig gepackten Pakete im Eingangsbereich der Bücherei von uns deponiert. Durch die vereinbarten Termine ist auch sichergestellt, dass sich die Kunden dort nicht begegnen.“ Die Mitarbeiterinnen der Bücherei nehmen die Wünsche der Leserinnen und Leser vorab per Telefon und E-Mail entgegen.

Die gute Nachricht: Die coronabedingte lange Schließung der Stadtbücherei im vergangenen Jahr habe sich weniger deutlich auf die Ausleihstatistik ausgewirkt als zunächst befürchtet. Zwar sei die Ausleihe insgesamt von 123 894 auf 110 969 Medieneinheiten zurückgegangen. Kathrin Ludwig: „Im Verhältnis zu den Jahresöffnungsstunden ist das aber sehr gut nachvollziehbar.“ Viel deutlicher falle allerdings der Rückgang der Besucherzahlen aus: von 40 805 im Jahr 2019 auf 23 684 im Corona-Jahr 2020.

Das verwundere das Team indes nicht. „Die Bücherei konnte über weite Strecken des Jahres keine Veranstaltungen anbieten, Sitzplätze mussten weggeräumt, Computer-Plätze gesperrt, Klassenführungen abgesagt werden“, erklärt die Büchereileiterin. Längst nicht alles ist durch digitale Angebote zu ersetzen, wenngleich die Onleihe 2020 natürlich einen Aufschwung erfahren hat.

13 292 Downloads wurden getätigt, in 2019 waren es nur 10 492. Aber auch andere Mediengruppen seien im Aufwind: Stark nachgefragt wurden nach Aussage des Bücherei-Teams Kinderbücher, Tonies, Switch-Spiele und Gegenstände aus der „Bibliothek der Dinge“.

Roboter sollen Schüler unterstützen

Und wie geht es 2021 weiter? „In den Phasen des Lockdowns sind die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei keineswegs arbeitslos“, unterstreicht die Chefin: Organisieren des Abholservices, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildung per Webinar und Fachliteratur, Statistik, Aufräumarbeiten und die Planung neuer Projekte stünden auf der Agenda. Aktuell würden die neuen Miniroboter getestet, die über ein Förderprojekt des Landes beschafft werden konnten. Die kleinen Ozobots und Dash-Roboter sollen Schüler erstes Programmieren ermöglichen, Planung von algorithmischen Abläufen verdeutlichen und Logisches Denken fördern. Damit möchte die Stadtbücherei in der post-pandemischen Zeit die bereits begonnenen Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz fortsetzen und sich weiterhin als außerschulischer Lernort profilieren.

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