Stadt will pflegeleichte Grabstätten anbieten

Ein Urnenfeld auf einem Burscheider Friedhof: Gestecke und Kerzen dürfen da eigentlich nicht stehen. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Ein Urnenfeld auf einem Burscheider Friedhof: Gestecke und Kerzen dürfen da eigentlich nicht stehen. Archivfoto: Nadja Lehmann

Gärtnerische Gestaltung ist nicht möglich

Von Markus Schumacher

In Zukunft soll es auf den städtischen Friedhöfen (Waldfriedhof und Friedhof Dabringhausen) auch „Urnenrasenreihengrabstätten“ geben. Darüber spricht der Ausschuss für Umwelt und Bau in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 24. Februar, ab 17 Uhr im Großen Saal des Bürgerzentrums. Die Entscheidung – auch über eine entsprechende Änderung der Gebührensatzung – fällt dann der Hauptausschuss am Montag, 1. März.

„Die Bestattungskultur hat sich bereits vor etlichen Jahren dahingehend entwickelt, dass eine Feuerbestattung häufiger nachgefragt wird“, schreibt die Stadtverwaltung in der Beschlussvorlage. Derzeit biete die Stadt Wermelskirchen bereits mehrere Formen der Urnenbestattung an, welche nun um die Bestattungsart des Urnenrasenreihengrabes erweitert werden solle.

Auf den umliegenden kirchlichen Friedhöfen werde diese Bestattungsart bereits angeboten – und dies solle nun auch auf den städtischen Friedhöfen ermöglicht werden. „Die Urnenrasenreihengrabstätte ist eine Aschegrabstätte, die der Reihe nach jeweils mit einer Asche belegt werden soll. Eine zweite Asche kann nur dann hinzukommen, wenn die Ruhezeit der letzten Asche dadurch nicht überschritten wird“, lautet die Beschreibung. Die Fläche der Grabstätte betrage ein mal ein Meter. Und: „Es besteht die Möglichkeit, eine Grabplatte ebenerdig einzubringen.“

Eine gärtnerische Gestaltung sei dagegen nicht möglich: „Die Graboberfläche besteht ausschließlich aus Rasen.“ Vasen, Schalen und Grablichter könnten nur auf einem separat ausgewiesenen Platz aufgestellt werden. Vorteil dabei: Eine Pflege der Grabstätte durch den Nutzungsberechtigten sei so nicht erforderlich. „Die Pflege beschränkt sich auf das Reinigen und Mähen der Graboberfläche und wird vom Friedhofsträger übernommen. Die dadurch entstehenden Kosten werden für die gesamte Nutzungszeit als Gebühr erhoben.“

Nun gibt es in Burscheid immer wieder mal Probleme mit solchem Grabschmuck: Denn dort werden regelmäßig Gestecke oder Vasen an den dann gar nicht mehr so pflegeleichten Reihenrasengräbern aufgestellt. Denn diese Sachen müssten vor dem Mähen von den städtischen Mitarbeitern per Hand entfernt werden, was den Aufwand enorm erhöhe. Schwere Blumenschalen würden zudem die Grasnarbe beschädigen, klagt die Burscheider Verwaltung.

Diesmal wurden dort die Angehörigen noch schriftlich informiert, dass sie ihre Sachen entfernen sollen. Diese Vorabinformationen sei aber nicht jedes Mal leistbar, heißt es in Burscheid. Zumal sich die Angehörigen ja ganz bewusst für die Minimalpflege entschieden hätten.

Solche Probleme könnten auch in Wermelskirchen auftreten. Die neue Bestattungsart wurde bereits in die Gebührensatzung für das Bestattungswesen auf den Friedhöfen der Stadt Wermelskirchen eingearbeitet. Diese sei nun dementsprechend auch in die Friedhofsatzung aufzunehmen. 466 Euro soll ein Urnenrasenreihengrab (Einrichtung und Pflege) auf dem Waldfriedhof und in Dabringhausen kosten.

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