Stadt und WiW sagen die Weihnachtsfabrik ab

Das war 2020 ein Vorgeschmack auf den Advent im Rhombus-Park: Herrnhuter Sterne sorgten für adventliche Stimmung. Foto: Udo Teifel
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Das war 2020 ein Vorgeschmack auf den Advent im Rhombus-Park: Herrnhuter Sterne sorgten für adventliche Stimmung.

Die aktuelle Corona-Lage ist den Veranstaltern zu gefährlich – Auch die „Fair Trade Night“ findet nicht statt

Von Udo Teifel

Das wird ein düsteres Weihnachtsfest: Die Stadtverwaltung Wermelskirchen und der Stadtmarketingverein Wermelskirchen (WiW) haben angesichts der gerade in schwindelerregende Höhen schießenden Corona-Zahlen die erstmals geplante Weihnachtsfabrik im Rhombus-Park abgesagt. Sie sollte der Ersatz sein für den Markt „Bergische Weihnacht“ unterm Weihnachtsbaum. Dieser Markt war von WiW aus Kostengründen eingestellt worden. Und noch eine städtische Veranstaltung wurde am Freitag abgesagt: Die „Fair Trade Night am 19. November im Bürgerzentrum.

Mit der Weihnachtsfabrik hatten die Stadt und der Stadtmarketingverein einen ganz besonderen Weihnachtsmarkt auf dem Areal des Rhombus-Parks geplant. Zudem die Kulturfabrik gezeigt hatte, was überhaupt möglich ist. Und dass dieses Gelände angenommen wird. Doch die Pläne werden für die Adventszeit 2022 in die Schublade gelegt: „Aufgrund der rasant steigenden Corona-Zahlen sehen wir uns gezwungen, die Weihnachtsfabrik schweren Herzens abzusagen“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück. Die wegen der Corona-Lage aktuell unplanbare Situation hat dazu geführt, „dass die Anmeldungen für die Weihnachtsfabrik nur zögerlich kamen“. Viele Schausteller, Gastronomen und Vereine haben Sorge bekundet, dass aufgrund der Pandemie nicht ausreichend Besucher zum Markt kommen würden. „Es war nicht absehbar, dass die Zahlen so stark nach oben schnellen würden“, sagt auch WiW-Vorsitzender André Frowein.

Indoor-Weihnachtsmarkt: Entscheidung steht noch aus

Was allerdings definitiv am Samstag, 4. Dezember, stattfinden wird, ist der Nikolausumzug. „Auf den mussten wir zwei Jahre lang verzichten, jetzt soll der Nikolaus durch die Straßen ziehen, wo die Bürgerinnen und Bürger dann unter Einhaltung aller Abstandsregeln zuschauen können“, so Frowein. Auch der verkaufsoffene Sonntag am 5. Dezember findet statt. „Wir hoffen sehr darauf, dass wir im kommenden Jahr die Pandemie so weit im Griff haben, dass auch größere Veranstaltungen in der Adventszeit wieder planbar sind“, sagt Bürgermeisterin Lück. „Aber jetzt wollen wir kein Risiko eingehen, damit alle gesund durch den Advent kommen und deshalb sagen wir die große Weihnachtsfabrik lieber ab.“

Und am Freitagvormittag folgte dann auch nach der ersten Hiobsbotschaft die zweite: Die Absage der Fair Trade Night. Leichtgefallen sei dies der Steuerungsgruppe „Fair Trade Stadt Wermelskirchen“ nicht, heißt es aus dem Rathaus. Aber aufgrund der aktuellen Corona-Lage und den steigenden Inzidenzen wird auch diese Veranstaltung abgesagt. „Wir haben sehr große Bedenken und Sorge, dass ein Ansteckungsrisiko für die Gäste und alle Teilnehmenden nicht auszuschließen ist. Dies wäre auch mit dem Gedanken des fairen Handel(n)s nicht vereinbar“, erklärt Brigitte Zemella für die Steuerungsgruppe. Die Nacht des fairen Handels hätte davon leben sollen, dass die Besucherinnen und Besucher sich an zahlreichen Ständen über fair gehandelte Produkte informieren können. Außerdem war geplant, Häppchen zum Probieren anzubieten. „Die Bewegungs-, Probier- und Genussmöglichkeiten sind leider nicht möglich, wenn durchgängig eine Maske getragen werden und auf die Abstände geachtet werden muss“, so Zemella.

Dass es die erste „Fair Trade Night“ aber dennoch in der Stadt geben wird, ist Ziel der Initiatoren: „Wir finden sicherlich einen neuen Termin im kommenden Jahr, damit die Veranstaltung unter besseren Voraussetzungen mit allen Beteiligten stattfinden kann“, kündigt Brigitte Zemella an, die bereits bei allen Akteuren der „Fair Trade Night“ um Verständnis für die Absage geworben hat.

20 Stände waren für den fairen Abend angemeldet gewesen. Neben Heißgetränken wie Kaffee, Kakao und weiteren Genusswaren, sollte auch faire Kosmetik, Mode und Berufsbekleidung präsentiert werden. Vorträge, Filme, Spiele und Musik lassen die „Fair Trade Night“ nun voraussichtlich im Frühjahr zu einem bunten und informativen Abend werden.

Eine Entscheidung dafür, ob der Indoor-Weihnachtsmarkt am 28. November in der Mehrzweckhalle Dabringhausen stattfinden kann, ist noch nicht gefallen. Das Organisationsteam wurde nach WGA-Informationen bereits zu einem Treffen eingeladen, um über die Entwicklung zu sprechen.

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