Personalie

Stadt sucht neuen Beigeordneten

Marion Lück und Thomas Marner pflegten nach eigenen Aussagen „ein vertrauensvolles Miteinander“.
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Marion Lück und Thomas Marner pflegten nach eigenen Aussagen „ein vertrauensvolles Miteinander“.

Für die Übergangszeit setzt Bürgermeisterin Marion Lück auf starke Amtsleiter.

Von Anja Carolina Siebel

Ein starkes Team – das war das, worauf sich der Technische Beigeordnete Thomas Marner während seiner gut fünfjährigen Amtszeit in Wermelskirchen immer verlassen hat. Und das ist es auch, worauf jetzt – nachdem Thomas Marner seinen Abschied aus dem Bergischen bestätigt hat und am Dienstag zum Beigeordneten der Stadt Kerpen gewählt wurde – Bürgermeisterin Marion Lück setzt.

„Obwohl der Zeitpunkt des Wechsels von Thomas Marner nach Kerpen noch nicht feststeht, werden in der Verwaltung schon jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt“, so die Bürgermeisterin. „Ich gehe davon aus, dass Thomas Marner frühestens Ende diesen Jahres nach Kerpen wechselt. Bis dahin werden wir versuchen, seine Stelle zu besetzen, um möglichst einen fließenden Übergang zu gewährleisten.“

Die Stellenausschreibung für die Position des Technischen Beigeordneten sei bereits erstellt und werde dem Rat der Stadt zur Entscheidung vorgelegt. Mit Blick auf die Bauvorhaben, die in Wermelskirchen bereits in der Planung seien, werde ein „fachlich versierter“ Beigeordneter gesucht, der über „mehrjährige Führungserfahrung, großes Fachwissen und einschlägige Berufserfahrung“ verfüge.

Dass es, bis die Position des oder der Technischen Beigeordneten neu besetzt sei, nicht zum Stillstand kommen werde, versichert die Bürgermeisterin: „Wir haben starke Amtsleitungen und engagierte Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung.“ Den Weggang Marners bedauere sie sehr.

Thomas Marner selbst beantwortete die Frage, wie es ihm ginge nach der Wahl am Dienstag, die mit 100 Prozent der Stimmen sehr deutlich ausgefallen war, mit „Gut und schlecht. Gut, dass ich in Kerpen mit großer Mehrheit zum Technischen Beigeordneten gewählt wurde! Ich gebe aber gerne zu, dass es mir auch schwerfallen wird, Wermelskirchen den Rücken zu kehren, weil es eine außergewöhnliche, besondere Stadt ist und ich hier mit einem sehr engagierten und versierten Team von top Fachleuten in meinem Dezernat viele spannende Projekte mit planen, anschieben und abschließen konnte und durfte.“

Als Grund für seinen Weggang nennt Marner einen persönlichen: „Es ist sehr profan. Ich habe jetzt einen Anfahrtsweg von 45 Minuten, bis nach Kerpen sind es nur 20 bis 25. Ich möchte die Zeit, die ich nicht arbeite, für mich und meine Frau, meine Familie und meine Freunde nutzen.“

In Kerpens Rathaus ging es zuletzt recht turbulent zu. Noch Anfang des Jahres war dort im Gespräch, die Rolle der Beigeordneten ganz abzuschaffen. Seit Januar ist die Stelle des Technischen Beigeordneten vakant, die des Ersten Beigeordnetem bereits erheblich länger. Thomas Marner schreckt das offenbar nicht. Er freue sich auf die neuen Aufgaben, sagt er. „Ein großer Schulbau ist dort in der Planung, der Strukturwandel im Rheinischen Revier. Darauf freue ich mich.“

Bürgermeister handeln den Zeitpunkt des Wechsels aus

Er selbst, so sagt Marner, habe wenig Einfluss auf den Zeitpunkt, wann er Wermelskirchen verlässt. Das werden jetzt die beiden Stadtoberhäupter, Marion Lück und Dieter Spürck, miteinander aushandeln. „Ich habe aber auch hier in Wermelskirchen noch einige Aufgaben auf der Liste, die ich gern noch erledigen würde, wenn man mich lässt.“

Dass er erst recht spät mit seinem Wechsel an die Öffentlichkeit gegangen ist, erklärt Thomas Marner so: „Jedes Bewerbungsverfahren bleibt in der Regel so vertraulich, dass niemand etwas davon weiß. Als CDU-Mitglied habe ich sehr wenige vertraute Menschen innerhalb der CDU vorher informiert. Auch die Bürgermeisterin ist vorab von mir informiert worden. Allerdings habe ich alle um Verschwiegenheit gebeten, da meine Bewerbung eine höchstpersönliche eigene Entscheidung war. Bei einer verfrühten Weitergabe der Information durch die Bürgermeisterin wäre nicht nur unsere sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gestört worden, sondern es wäre auch ein Verstoß gegen den Datenschutz gewesen. Der Bürgermeisterin war eine Information eines Dritten daher gar nicht möglich.“

Zur Person

Thomas Marner kam vor fünf Jahren, im Mai 2017, nach Wermelskirchen. Der heute 51-Jährige lebt mit seiner Frau und einem Sohn in Köln. Am Dienstag wurde er im Kerpener Stadtrat einstimmig zum Technischen Beigeordneten gewählt und verlässt somit bald Wermelskirchen.

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