Stadt stellt jetzt doch einen Archivar ein

Rainer Bleek will eine andere Stelle bei der Stadt nicht neu besetzen. Unklar ist, welche. Foto: Roland Keusch
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Rainer Bleek will eine andere Stelle bei der Stadt nicht neu besetzen. Unklar ist, welche. Foto: Roland Keusch

Nach langen Diskussionen soll das Gedächtnis der Verwaltung wieder betreut werden.

Von Anja Carolina Siebel

Bürgermeister Rainer Bleek war die Erleichterung anzusehen. Seine Beanstandung des Ratsbeschlusses vom März wurde am Montagabend obsolet. Denn die Ortspolitiker einigten sich jetzt doch darauf, dass die Stadtverwaltung im aktuellen Stellenplan einen Archivar aufnehmen solle. Gegenstimmen gab es vom Bürgerforum.

Nachdem der Stadtrat in der März-Sitzung zunächst dagegen gesprochen hatte, hatte es dazu wie berichtet anschließend Diskussionen gegeben. Der Bürgermeister hatte nicht locker gelassen in seinen Bemühungen, einen fest angestellten Archivar für das Stadtarchiv zu akquirieren. In einem ausführlichen Schreiben an die Fraktionen hatte Bleek noch einmal ausführlich dargelegt, warum er die Stelle eines Archivars für unabdingbar halte. Vor allem sei es laut Landschaftsverband Rheinland eine Pflichtaufgabe für Kommunen wie Wermelskirchen, ein gut geführtes Verwaltungsarchiv vorzuweisen.

Das betonte Bleek auch während der jüngsten Sitzung am Rednerpult vor den Ratsmitgliedern. Wegweisend für den neuerlichen Ratsbeschluss war ein Gespräch zwischen dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Christian Klicki und dem Bürgermeister. Wie berichtet, hatte die CDU-Fraktion zuvor ihr Veto bezüglich des Stellenplans eingelegt. 30 neue Stellen seien zu viel. Die Union bleibt bei ihrer Meinung. „Wir konnten uns aber darauf einigen, dass mit Einstellung des Archivars eine andere Stelle wegfällt oder eben nicht besetzt wird“, berichtete Christian Klicki. Welche das sein wird, ist noch unklar.

Für den Archivar soll keine andere bedeutende Stelle wegfallen

Die Ratsmitglieder, unter anderem Jürgen Manderla, richteten die ausdrückliche Bitte an den Bürgermeister, „nicht für den Archivar eine andere wichtige Stelle wegfallen“ zu lassen. Die Befürchtung äußerte Friedel Burghoff (BüFo) ausdrücklich und stimmte mit seiner Fraktion zusammen mit der FÜR deshalb als Minderheit gegen den Archivar.

Rainer Bleek berichtete indes, dass Ehrenamtler sich derzeit schon um die Erstellung einer Chronik zum bevorstehenden Stadt-Jubiläum mühen. „Auch diese Arbeit wird ein bald wieder gut geführtes Archiv erleichtern“, unterstrich er dazu. Vor allem aber erfülle man mit Einstellung des Archivars eine lange aufgeschobene Pflicht.

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