Politik

Stadt plant Freizeitpark und Radweg

Lohnt es sich, den Fahrradstreifen auf der Berliner Straße neu zu markieren? Er hätte es nötig, aber die Stadtverwaltung möchte Radler von der Berliner Straße weg über eine Verlängerung entlang der Dellmannstraße und Zenshäuschen in die Innenstadt führen. Foto: Karsten Mittelstädt
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Lohnt es sich, den Fahrradstreifen auf der Berliner Straße neu zu markieren? Er hätte es nötig, aber die Stadtverwaltung möchte Radler von der Berliner Straße weg über eine Verlängerung entlang der Dellmannstraße und Zenshäuschen in die Innenstadt führen.

Der notwendige Geländetausch mit Straßen NRW ist laut Bürgermeister Bleek unter Dach und Fach.

Von Karsten Mittelstädt

Die Stadtverwaltung ist ihrem Ziel, den Bahntrassenradweg über die Straße Am Wasserturm hinaus zu verlängern, ein ganzes Stück nähergerückt. „Der Grundstückstausch mit Straßen NRW ist meines Wissens seit vergangener Woche unter Dach und Fach“, sagte Rainer Bleek auf Anfrage des WGA. Stimmen jetzt auch noch private Anlieger einer Veränderung der Grundstücke zu, könnten gleich zwei Ziele erreicht werden: Die Balkantrasse wäre auch durch Wermelskirchen einfacher zu befahren, und es gäbe ein geeignetes Gelände für einen Sportpark.

Standpunkt von Karsten Mittelstädt

Auf die Realisierung eines solchen vom Verein „Rollrausch“ vorgeschlagenen „Funparks“ für Jugendliche warten Mütter wie Nicole Wilms schon lange. „Ich verfolge als Mutter zweier bewegungsfreudiger Kinder im Teenageralter bereits eine ganze Weile die Planungsideen für einen Freizeitpark in Wermelskirchen“, teilt sie mit. Deshalb hat sie sich gefreut, als sie im WGA-Interview anlässlich der ersten 100 Tage im Bürgermeisteramt von Rainer Bleek hörte, dass es ihm wichtig sei, der Jugend in Wermelskirchen wieder einen eigenen Raum zu schaffen.

Daran hält Bleek nach wie vor fest, wie er versichert. Ohne ein Freizeitgelände für Jugendliche wäre die Verlängerung des Radweges kein großes Problem. Auf das Gelände zwischen der Straße Am Wasserturm und Lidl entlang der Dellmannstraße haben auch die beiden Autohäuser Messink und Hildebrandt ein Auge geworfen, weil sie gerne bis an die stark frequentierte Dellmannstraße vorrücken würden. „Wir arbeiten an einer Lösung, die allen Interessen entgegenkommt“, sagte Bleek gestern. Wie diese genau aussehen könnte, sagt er allerdings nicht. „Ich möchte mit Äußerungen die Gespräche nicht gefährden“, erklärt er. Er warte noch auf eine gutachterliche Einschätzung.

„Wir stehen gegenüber der Jugend in der sozialen Verpflichtung.“
Rainer Bleek, Bürgermeister

Bleek will nicht von der Freizeitpark-Idee neben der Dellmannstraße abrücken. Denn die vor längerer Zeit diskutierten Alternativen seien keine. Ins Gespräch gebrachte Gelände im Eifgen oder gar im Gewerbegebiet Ostringhausen seien viel zu weit vom Stadtzentrum entfernt. „Die Vorschläge sind aus meiner Sicht nicht geeignet, wir brauchen eine innenstadtnahe Lösung.“

Die könnte greifbar nahe sein, denn Peter Felsenheim, Projektleiter Planung bei Straßen NRW, bestätigte, dass der Grundstückstausch zwar noch nicht notariell vollzogen sei, die notwendige Zustimmung für den Grundstückstausch liege aber vor.

Bisher endet die Balkantrasse an der Straße Am Wasserturm und wird über die Berliner Straße zur Thomas-Mann-Straße bis zur Telegrafenstraße geführt. Der dort markierte Fahrradstreifen ist teilweise als solcher kaum noch zu erkennen.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Verkehr (StuV) sollte auf Vorschlag der Stadt eine zweite Linksabbiegespur für Radfahrer von der Berliner Straße auf die Rampe der Trasse beschlossen werden. Darauf wurde auf Einwand von Henning Rehse (WNK UWG) aber verzichtet. Die Markierung sollte 8500 Euro kosten, würde aber kaum genutzt, weil Radfahrer schon vorher über eine Linksabbiegerspur auf die Straße Am Wasserturm gelenkt werden.

FREIZEITPARK

PLANUNG Das Gelände zwischen Lidl und Am Wasserturm ist etwa 6000 qm groß. Der Verein Rollrausch, aber auch andere Gruppen sind interessiert, einen Freizeitpark für Jugendliche und Erwachsene als Aufenthaltspunkt an der Balkantrasse zu realisieren. Rollrausch hatte ein Konzept für einen Rollsportpark bereits im vergangenen Jahr im Jugendhilfeausschuss vorgestellt.

Für Bürgermeister Rainer Bleek ist entscheidend, dass neben der Verlängerung des Radweges auch die Freizeitanlage für Jugendliche eingerichtet werden kann. „Wir stehen gegenüber der Jugend in der sozialen Verpflichtung“, sagt Bleek.

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