Nach Kritik

Stadt lässt Ampelanlage an der Eich überprüfen

Die Ampelanlage an der Eich / Dabringhauser Straße hat eine zu kurze Grünphase, finden Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderung. Foto: Michael Sieber
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Die Ampelanlage an der Eich / Dabringhauser Straße hat eine zu kurze Grünphase, finden Mitglieder des Beirats für Menschen mit Behinderung.

Viele Senioren und Menschen mit Handicap hatten sich schon beschwert, dass sie nicht sicher über die Straße kommen: Die Ampelanlage am so genannten Durchstich Eich war jetzt erneut Thema in der Sitzung des Behindertenbeirats.

Von Anja Carolina Siebel

„Die Grünphase für Fußgänger ist viel zu kurz“, sagt Beiratsvorsitzende Brigitte Hallenberg. „Viele, die nicht gut zu Fuß sind, sehen in der Mitte des Weges schon das Rot-Zeichen und bekommen Angst.“ Das bestätigte Marietta Höller vom Blinden- und Sehbehindertenverein: „Und das ist nicht die einzige Stelle, an der es gerade für Menschen mit Behinderung brenzlig ist.“ Akustische Ampelsignale würden beispielsweise nicht funktionieren, so dass gerade sehbehinderte Menschen Gefahren ausgesetzt seien.

Straßenplaner Harald Drescher kündigte an, dass die Verwaltung sich die Ampelschaltung an der Eich noch einmal vornähme. „Wir haben ein Fremdunternehmen beauftragt, die Anlage noch einmal zu überprüfen“, teilte der Verwaltungsmann mit.

Zur besseren Veranschaulichung hatte Drescher gleich eine gelbe Ampelanlage mitgebracht. Sehbehinderte können bei diesen Anlagen mit der Hand unter den Kasten greifen, mit einem Finger den dort befindlichen Taster drücken und gedrückt halten. Es folgt ein Vibrieren; gleichzeitig ist ein schneller Piepton zu hören. Das bedeutet, der Fußgänger kann losgehen. Soweit die Theorie.

In der Realität funktionieren offenbar viele Ampeln im Stadtgebiet nicht wie sie sollen. „Das Problem ist, dass es häufig komplexe Systeme sind, an denen gleich viele Ampeln hängen“, sagte Drescher. So gehört die Ampel an der Eich beispielsweise zu einem System, das die Dellmannstraße mit einschließt. Drescher: „Da hat kürzlich noch eine Überprüfung der grünen Welle stattgefunden. Das betraf ja allerdings nur die Fahrer, nicht die Fußgänger.“

Christian Ay vom VdK Sozialverband kritisierte das Vorgehen der Verwaltung: „Die Ampelanlage war schon lange hier Thema. Darum hätte man sich längst kümmern können.“ Auch die anderen Mitglieder des Beirats konstatierten „dringenden Handlungsbedarf“ in Sachen Ampel am Durchstich Eich. „Wir hatten tatsächlich die Anregung schon mehrfach angebracht, ohne dass sich etwas getan hat“, sagt Brigitte Hallenberg.

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