Stadt kündigt den Vertrag mit Burscheid

An drei Tagen in der Woche sollte die Kehrmaschine in Wermelskirchen fahren. Foto: Udo Teifel
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An drei Tagen in der Woche sollte die Kehrmaschine in Wermelskirchen fahren.

Reparaturen der Kehrmaschine gingen zu Lasten der Wermelskirchener Reinigungstage

Von Udo Teifel

Das war’s dann wohl mit dem Pilotprojekt der kommunalen Zusammenarbeit zwischen Wermelskirchen und Burscheid. Die Stadtverwaltung will den Kehrvertrag – also die gemeinsame Nutzung der Kehrmaschine – mit Burscheid kündigen und die Straßenreinigung wieder in Eigenregie übernehmen. Darüber wollen am Dienstag, 17 Uhr im Bürgerzentrum die Politiker im Ausschuss für Umwelt und Bau bei öffentlicher Sitzung beraten und die Kündigung beschließen. Zu welchem Termin die Kündigung erfolgen soll, teilte die Stadt nicht mit.

 Bis Ende 2013 erfolgte die Straßenreinigung in Wermelskirchen durch die Firma Remondis. Seit Februar 2014 kam dann die interkommunale Zusammenarbeit ins Spiel – die Anschaffungskosten der Kehrmaschine wurden im Verhältnis 56 Prozent Wermelskirchen und 44 Prozent Burscheid aufgeteilt. Zwei Tage fuhr die Maschine in Burscheid, drei Tage in Wermelskirchen.

 Wie jetzt die Stadtverwaltung feststellte, hat sich in der zurückliegenden Zeit immer mehr herauskristallisiert, dass sich die Zusammenarbeit für die Stadt Wermelskirchen „nachteilig auf die Straßenreinigung“ ausgewirkt habe. So informiert die Stadt ihre Ausschussmitglieder. So sei der Zeitaufwand für die Hin- und Rückfahrten sowie der Abstimmungsbedarf bei notwendigen Reinigungstag hoch gewesen.  Gravierender scheint aber wohl eher für die Entscheidung zur Aufkündigung gewesen zu sein, dass die notwendigen Reparatur- und Wartungsarbeiten in der Werkstatt in Wermelskirchen durchgeführt wurden an den Reinigungstagen der Stadt – mit dem Ergebnis, dass diese Tage zur Reinigung in Wermelskirchen fehlten. Zudem wurde der Reparaturaufwand immer höher.

Die Kehrmaschine ist bereits acht Jahre im Einsatz

Festzustellen bleibt laut Stadtverwaltung, dass die Verantwortung für Reparaturen, Wartungen und Organisationseinsatz größtenteils auf dem städtischen Betriebshof Wermelskirchen laste. Deshalb soll die Zusammenarbeit beendet werden.

Zudem muss die Stadt eine neue Kehrmaschine anschaffen, da die vorhandene bereits acht Jahre im Einsatz ist. Die Neubeschaffung ist für 2022 vorgesehen. Laut einer Wirtschaftlichkeitsberechnung der Stadt kostet eine Eigenreinigung an drei Tagen pro Wohe rund 124 400 Euro, bei einer Fremdreinigung 141 700 Euro.

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