Pohlhausen

Stadt hat Neubaugebiete im Blick

Derzeit ist an der Vorderhufe noch Weideland. Bald sollen dort Neubauten und eine Kindertagesstätte entstehen. Archivfoto: Kathrin Kellermann
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Derzeit ist an der Vorderhufe noch Weideland. Bald sollen dort Neubauten und eine Kindertagesstätte entstehen.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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CDU und SPD wollen jetzt auch Wohnen in Pohlhausen auf den Weg bringen.

Wermelskirchen. Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum ist in Wermelskirchen hochaktuell. Nun soll nach Meinung der Fraktionen CDU und SPD eine neue Wohnsiedlung in Pohlhausen entstehen. Die SPD-Fraktion um den Vorsitzenden Jochen Bilstein hatte den Vorschlag bereits vor Monaten gemacht, beziehungsweise wollte wissen, wie weit die Konzeption des geplanten Baugebiets gediehen sei.

Denn: Das Grundstück oberhalb des Kindergartens ist immer noch im Besitz der Stadtverwaltung Wermelskirchen. Und: Es existiert ein noch gültiger Bebauungsplan. Denn im Jahr 2004 war geplant, aus ihm eine Solarsiedlung zu machen.

Sie werde die erste energieautarke Siedlung sein, wenn sie so umgesetzt würde, wie es die Planer vorgeschlagen hatten, hieß es damals in einem Zeitungsartikel. Die Siedlung würde „Signalwirkung für das In- und Ausland“ haben und international Beachtung finden.

Die Solarsiedlung ist lange vom Tisch. Was aber nach wie vor auch in Wermelskirchen Bestand hat, ist die Suche nach Wohnraum. Und der sollte möglichst bezahlbar sein.

Wie berichtet, hatte Dr. Remar Molitor, Geschäftsführer der Regionale-Agentur, vor drei Jahren die Diskussion im Fachausschuss angestoßen: Er zeigte damals Chancen für kleinere Städte wie Wermelskirchen auf, die daraus resultieren, dass es junge Bewohner der Rheinmetropolen in den kommenden Jahren vermutlich sukzessive aufs Land ziehen könnte. Ziel der Stadt Wermelskirchen ist es seitdem, bis zum Jahr 2030 die Einwohnerzahl der Stadt auf 40 000 zu bringen. Dafür braucht es allerdings eine geeignete Infrastruktur, zum Beispiel mit ausreichend Kinderbetreuungsmöglichkeiten, und natürlich entsprechenden Wohnraum. Wenn möglich, bezahlbar. Das hieße, nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Wohnungen zu planen.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr soll nun laut Ansicht von CDU und SPD dem Stadtrat empfehlen, zu beschließen, die im Eigentum der Stadt befindlichen Flächen, die in dem bestehenden Bebauungsplan Polhausen ausgewiesen sind, zu verkaufen. Dabei solle ein Großteil der Flächen an ein förderungswürdiges Klientel, wie zum Beispiel junge Familien zu einem angemessenen Preis vermarktet werden.

Auch Mietwohnungsbau soll von der Stadt geprüft werden

Die Verwaltung möge zudem prüfen, ob und in welchem Umfang der bestehende Bebauungsplan Mietwohnungsbau in Pohlhausen möglich machen könnte.

Die Begründung der Fraktionen bezieht sich zum Teil ebenfalls auf die in der Vergangenheit geplante Solarsiedlung: „Der Rat der Stadt Wermelskirchen hatte im Jahr 2004 einen heute noch gültigen rechtskräftigen Bebauungsplan genehmigt“, heißt es in dem öffentlichen Schreiben .von CDU und SPD. „Ein großer Teil der für eine Bebauung geplanten Flächen ist für die Umsetzung des Projektes ‘Familienfreundliches Bauen’ geeignet. Lediglich die Bebauung zur Waldrandlage hin ist hiervon ausgenommen und kann bei einer entsprechenden Vermarktung zur Reduzierung des Kaufpreises der restlichen Grundstücke beitragen. Somit ist gewährleistet, dass für die Stadt Wermelskirchen kein wirtschaftlicher Schaden entsteht.“

Die Stadtverwaltung äußert sich noch zurückhaltend, was das Neubaugebiet in Pohlhausen angeht: „Der Bebauungsplan ist schon sehr alt und erst einmal zu prüfen“, sagt der städtische Technische Beigeordnete Thomas Marner auf Nachfrage. Zudem forciere man nun zunächst, das Neubaugebiet Vorderhufe auf den Weg zu bringen.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung vorige Woche mitgeteilt, dass für das neue Wohnbaulandprojekt, das die Stadt südlich der Innenstadt in den Blick nehmen wird, jetzt die Voraussetzungen geschaffen seien. Geplant sei, auf der Fläche, die aktuell als Weideland genutzt wird, sowohl Einzel- und Doppelhäuser als auch Reihen- und Mehrfamilienhäuser zu bauen. Auch eine weitere Kindertagesstätte sei für das neue, große Wohngebiet geplant.

Vorderhufe

Wie genau diese ersten Baupläne für das Gebiet aussehen könnten, sollen die direkten Anwohner Anfang kommenden Jahres während einer Bürgerbeteiligung erfahren.

Auf der Webseite der Stadt finden Interessierte mehr Informationen zum entsprechenden Aufstellungsverfahren und zur beabsichtigten Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Vorderhufe – alles zu finden in den Unterlagen zum Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr.

https://bit.ly/3HWzphC

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