Überschuss

Stadt führt Gewinn der Rücklage zu

Der Abwasserbetrieb verfügt über ein Anlagevermögen von 59 Millionen Euro – meist in Form von Kanalanlagen.
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Der Abwasserbetrieb verfügt über ein Anlagevermögen von 59 Millionen Euro – meist in Form von Kanalanlagen.

Abwasserbetrieb hat 2020 einen unerwarteten Millionen-Überschuss erwirtschaftet.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Besser als erwartet schließt der Städtische Abwasserbetrieb das Jahr 2020 ab. Das geht aus dem Jahresabschluss hervor, den der Wirtschaftsprüfer Martin Albert vom Büro Dr. Leyh, Dr. Kossow und Dr. Ott auf der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses erläuterte. Demnach sah der Wirtschaftsplan einen Gewinn von 1,75 Millionen Euro vor, knapp 2,4 Millionen Euro sind es geworden. „Das hat auch mit Corona zu tun. Denn Wermelskirchen ist eine Auspendler-Stadt. Es sind aber viele Leute nicht zum Arbeitsplatz gefahren, sondern im Homeoffice geblieben und haben deshalb daheim mehr Abwasser erzeugt, wodurch mehr Abwassergebühren eingenommen wurden“, erklärte Albert.

Die Betriebsabrechnung für das Jahr 2020 stellte eine Überdeckung in der Kostenrechnenden Einrichtung „Abwasserbeseitigung für Kanalbenutzer“ für Schmutzwasser von knapp 133 000 Euro und eine Unterdeckung für Niederschlagswasser von rund 286 000 Euro fest. „Alle Unterdeckungen konnten durch Überdeckungen aus Vorjahren ausgeglichen werden“, erläutert der Städtische Abwasserbetrieb in seiner Sitzungsvorlage. Die erklärt ebenso die Verwendung des Überschusses: „Die Betriebsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Städtischen Abwasserbetriebes des Wirtschaftsjahres 2020 in Höhe von 2,4 Millionen Euro an die Stadt Wermelskirchen auszuschütten. Anschließend wird die Stadt den Gewinn im Abwasserbetrieb wieder einbringen. Danach wird dieser der Allgemeinen Rücklage des Abwasserbetriebes zugeführt.“

Dieses sogenannte Schütt-Aus-Hol-Zurück-Verfahren werde auch von der Gemeindeprüfungsanstalt für zulässig erachtet. Der Wirtschaftsprüfer attestiert dem Städtischen Abwasserbetrieb eine „sehr gute Eigenkapitalquote“. Das aktive Anlagevermögen – vorrangig Kanal-Anlagen – belaufe sich auf 59 Millionen Euro. 1,4 Millionen Euro an kurzfristigem Vermögen stehen laut Albert vor allem aus Forderungen im Jahresabschluss.

810 000 Euro habe der Betrieb in 2020 investiert, 12,3 Millionen Euro bestünden an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 2020 konnte der Abwasserbetrieb knapp eine Million Euro tilgen.

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