Beschilderung

Stadt beschildert Radweg besser

Hier steht so mancher Ortsunkundiger und schiebt bestenfalls das Rad die Kölner Straße hoch. Manche fahren auch auf der Straße. Foto: Mittelstädt
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Hier steht so mancher Ortsunkundiger und schiebt bestenfalls das Rad die Kölner Straße hoch. Manche fahren auch auf der Straße.

Margit vom Stein beobachtete, dass viele Radfahrer irrtümlich die Kölner Straße hinauf fahren.

Von Karsten Mittelstädt

Viele Vorgänge in der Stadtverwaltung dauern quälend lange. Manchmal kann es aber auch ganz schnell gehen. So schnell, dass Margit vom Stein regelrecht begeistert ist, wie schnell die Stadtverwaltung reagierte.

Sie ist Inhaberin des Geschäftes Wollariea an der Kölner Straße und beobachtete durch ihr Schaufenster, dass häufig Fahrradfahrer über die Kölner Straße fahren - allerdings gegen die Einbahnstraßenrichtung. „An einem Samstag habe ich beobachtet, wie der Bezirksbeamte Frank Preyer vor meinem Schaufenster einen Radfahrer anhielt und ihm freundlich erklärte, dass er gegen die Einbahnrichtung fahre“, erzählte Margit vom Stein. Preyer habe den Mann auch nach dem Grund gefragt. „Er hat ihm erzählt, dass er auf der Balkantrasse weiterfahren wolle und nicht bemerkt hat, wo er abbiegen musste.“ Also sei er geradeaus gefahren.

Das geht offenbar vielen ortsunkundigen Radfahrern so. „Ich habe an einem Sonntag Büroarbeiten erledigt und dabei in den vier Stunden gesehen, wie viele Fahrradfahrer die Kölner Straße hochkommen.“, berichtet Margit vom Stein. Die Sportlichen fahren, Ältere und Familien schieben ihre Räder die Kölner Straße hoch. Etwa 30 Radler pro Tag, hat sie hochgerechnet und sich anschließend an den PC gesetzt, um das Problem im Sozialen Netzwerk zu schildern. „Aber so wie ich die Stadt kenne, muss dafür eine Eingabe gemacht werden, dann das Für und Wider besprochen werden. Dann sehr wahrscheinlich wird dafür ein Gutachten erstellt und dann ein Gegengutachten und irgendwann oder auch nicht kommt ein Schild“, schrieb sie in die Gruppe „Kommunalpolitik in Wermelskirchen“. Das las Bürgermeister Rainer Bleek. „Ich bin nicht häufig in den sozialen Medien unterwegs“, sagte er auf WGA-Anfrage, diesem Problemchen nahm er sich aber sofort an. „Ich habe veranlasst, dass die Beschilderung an der Pfarrstraße überprüft und gegebenenfalls optimiert wird“, sagte Bleek. Tatsächlich ist die Beschilderung dort für Auswärtige, die von der Balkantrasse auf die Berliner Straße geleitet werden, nicht ganz einfach zu durchschauen. Nur ein kleines Schild weist an der Pfarrstraße darauf hin, dass dort der Panoramaweg rechts abbiegt.

Die Fahrradschutzstreifen werden neu markiert

Der Knotenpunkt mit den Fahrradhinweisschildern steht auf der anderen Straßenseite. Gleichzeitig sehen ortsunkundige Radler das Verkehrszeichen „Fahrrad frei“ und rollen die Berliner Straße hinunter, um dann an der Kölner Straße vor dem Einfahrverbot zu stehen, „An der Pfarrstraße wird ein neues, größeres Schild montiert“, versicherte Bauhofleiter Volker Niemz gestern. Außerdem werden die Markierungen für die Fahrradschutzstreifen auf Berliner Straße, Grünestraße, Brückenweg und Eich erneuert. „Danke, sehr bürgerfreundlich“, sagt Margit vom Stein dazu.

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