Zukunft der Sekundarschule

Stadt befragt Eltern zur Schullandschaft

Ob an der Rot-Kreuz-Straße tatsächlich noch eine neue Sekundarschule entsteht, ist fraglich. Foto: Doro Siewert
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Ob an der Rot-Kreuz-Straße tatsächlich noch eine neue Sekundarschule entsteht, ist fraglich.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Ergebnis soll Auskunft über die Zukunft der Sekundarschule geben

Wermelskirchen. Es geht jetzt um die schulische Zukunft in Wermelskirchen. Wird die Sekundarschule, so wie sie ursprünglich geplant war, an der Rot-Kreuz-Straße wirklich gebaut? Oder entsteht dort am Ende eine andere Schulform? In der Hand haben diese Entscheidung jetzt unter anderem die Eltern.

Denn wie die Stadt Wermelskirchen erst am Freitag mitteilt, führt sie bereits seit Donnerstag zusammen mit der Planungsgruppe Bildung und Region (biregio) in der Zeit noch bis zum 29. September eine entsprechende Befragung der Eltern der Kinder in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 der Grundschulen durch.

Weil die Befragung als „Basis zur Erarbeitung eines langfristig tragfähigen Schulkonzepts“ dienen soll, hoffen Verwaltung und Politik auf eine rege Teilnahme an der Befragung, heißt es in der Mitteilung.

„Die Erfahrungen und Ansichten, aber auch die Erwartungen und Wünsche der Eltern sind mit Blick auf die weitere Entwicklung der Schullandschaft in Wermelskirchen von großer Bedeutung“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück. Auch würden der Betreuungsbedarf der Kinder in der Schule und die Einschätzung der Eltern über die Voraussetzungen und Chancen der einzelnen Kinder eine wichtige Rolle spielen.

Der Fragebogen sei den Schulkindern für die Eltern über die Schulen mitgegeben worden. Mit einem beiliegenden Anschreiben hätten die Eltern detaillierte Informationen über die Befragung erhalten.

Die Eltern der Grundschulkinder werden nun gebeten, den Fragebogen auszufüllen und diesen von ihren Kindern in dem beigefügten Rückumschlag verschlossen bis spätestens Mittwoch, 29. September, an die jeweilige Schule zurückgeben zu lassen.

Befragung soll anonym stattfinden

Weder die Schule noch die Stadtverwaltung würden Einblick in den ausgefüllten Fragebogen erhalten. Die Elternbefragung würde „in voller Anonymität“ durchgeführt, heißt es; der Datenschutz sei dabei gewährleistet. Auch enthalte der Fragebogen keine besonderen personenbezogenen Kennzeichnungen.

Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt, soll das Ergebnis der Befragung später in den neu aufgelegten Schulentwicklungsplan einfließen, auf dessen Grundlage dann die Zukunft der Wermelskirchener Schullandschaft erarbeitet werden soll. Mit Ergebnissen sei frühestens Anfang November zu rechnen.

Zuletzt hatte es wegen sinkender Anmeldezahlen Diskussionen um die Sekundarschule gegeben.

Standpunkt

anja.siebel@rga.de

Kommentar von Anja Carolina Siebel

Es ist eine wichtige Befragung, die da gerade in den Grundschulen stattfindet. Dennoch möchte die Stadtverwaltung nicht viel Aufhebens darum machen, möglichst wenig Öffentlichkeit dazuholen. Einerseits ist das verständlich, andererseits hat das Thema „Welche Schule ist denn nun für Wermelskirchen die richtige“ auch endlich eine öffentliche Diskussion verdient. Denn zwar hatten vor gut neun Jahren, als die Sekundarschule beschlossen wurde, schon einmal Eltern mit abgestimmt, aber war das Ganze wirklich bis zum Ende durchdacht? Trauerten nicht am Ende viele vor allem der Realschule nach, die danach langsam auslief? Zuletzt war die Frustration über die mauen Anmeldezahlen an der Sekundarschule groß. Bei den Lehrkräften, der Verwaltung, den Ortspolitikern und vor allem den Schülern und Eltern. Bleibt zu hoffen, dass es jetzt eine für alle tragbare Entscheidung geben wird, die dem Bedarf auch entspricht. Möglichkeiten gibt es nicht allzu viele. Entweder es bleibt bei der Sekundarschule, aber in abgespeckter Form, es entsteht wieder eine Realschule – oder eine Gesamtschule kommt. Man darf gespannt sein.

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