Sanierung

SSV Dhünn bekommt kein modernes Vereinsheim

(v.l.): Sven Jäger, Christian Döring, Laura Block, Jana Markovic, Dirk Prothmann und Stefan Eckstein vom Vorstand des Fördervereins.
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(v.l.): Sven Jäger, Christian Döring, Laura Block, Jana Markovic, Dirk Prothmann und Stefan Eckstein vom Vorstand des Fördervereins.

Preise wären derzeit einfach zu hoch für die aufwendigen Umbauarbeiten.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Der Umbau des Sportplatzes von roter Asche zu einem Kunstrasen-Kicker-Grün sei eine „finanzielle Punktlandung“ gewesen. So beschreibt Dirk Prothmann, Vorsitzender des SSV Dhünn-Fördervereins, auf dessen Hauptversammlung, die Sanierung an der Staelsmühle. Aber: Der große SSV-Wunsch nach einem Ausbau des Kabinengebäudes zu einem Vereinsheim scheint ausgeträumt.

Für die bisherigen Pläne, wonach eine Etage auf das bestehende Gebäude aufgesetzt wird und so ein Versammlungsraum nebst Terrasse entstehen sollte, hatte der SSV bereits eine Baugenehmigung erwirkt und sich eine Zusage über einen 100 000 Euro-Zuschuss von der Stadt gesichert. „Das muss nun wohl auf Eis gelegt werden“, konstatiert Dirk Prothmann. Der zweite Vorsitzende, Stefan Eckstein, begründet: „Die Preise sind explodiert. Was wir mal mit 250 000 bis 300 000 Euro eingeschätzt haben, wird sich aktuell auf 450 000 Euro summieren.“ Das sei für den SSV nebst Förderverein nicht leistbar und wäre eine nicht verantwortbare Belastung.

Die Flinte ins Korn werfen will der SSV Dhünn dennoch nicht, sagt Stefan Eckstein: „Möglicherweise können wir eine kleine Variante umsetzen.“ Diese sieht den Umbau und die energetische Sanierung des Kabinengebäudes vor. „Wir würden die Toiletten versetzen und erneuern. Außerdem einen derzeitigen Abstellraum als Versammlungsort nutzbar machen und große Fenster einbauen. Wir müssen nur mit der Stadt klären, ob wir dafür auch unseren zugesagten Zuschuss bekommen, denn ohne den geht sowieso nichts.“ Eckstein schätzt die Kosten für die „kleine Variante“ auf gut 200 000 Euro.

Fest ins Auge gefasst hat der SSV-Förderverein den Bau eines Kinderspielplatzes auf dem Sportplatz in Dhünn. Der soll sich vornehmlich für junge Kinder eignen, die mit ihren Eltern oder älteren Geschwistern an die Staelsmühle kommen. „Ein Vor-Ort-Termin mit dem Städtischen Betriebshof steht an. Da besprechen wir, welche Vorgaben zu erfüllen sind“, blickt Beisitzer Sven Jäger aus. Über die Frage, welche Spielgeräte angeschafft werden und für welches Alter diese gedacht sind, müsste sich noch Gedanken gemacht werden. „Zusagen von Sponsoren zum Bau des Spielplatzes haben wir, so dass wir das auf jeden Fall umsetzen“, sagt Stefan Eckstein.

Förderverein beteiligt sich am weiteren Projekt

Im vergangenen Jahr erzielte der SSV Dhünn-Förderverein nach eigenen Angaben Einnahmen von rund 25 000 Euro, denen Ausgaben in Höhe von etwa 17 300 Euro gegenüberstanden. Das berichtet Schriftführer Christian Döring in Vertretung für den verhinderten Schatzmeister Kevin Rehbold. Demnach verfügte der Verein zum Jahresende 2021 über rund 15 400 Euro.

Neben dem Spielplatz sollen weitere Investitionen erfolgen: So wird sich der Förderverein unter anderem an der Erneuerung und Erhöhung der Ballfangzäune an den SSV-Tennisplätzen in Dhünn beteiligen.

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