Springer wird Bürgermeisterkandidat der AfD

Karl Springer (AfD) will Bürgermeister werden. Foto: Springer
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Karl Springer (AfD) will Bürgermeister werden. Foto: Springer

Der Vorstand tritt mit drei Mann zurück

Von Anja Carolina Siebel

Nach anfänglichem Dementi der Parteispitze steht nun fest: Das Wermelskirchener Ratsmitglied der AfD, Karl Springer, will sich bei der Kommunalwahl im September als Bürgermeisterkandidat zur Wahl stellen. Das bestätigte Springer auf Nachfrage am Sonntag. Dass es zuerst geheißen habe, die AfD würde keinen Bürgermeisterkandidaten stellen, sei ein Missverständnis gewesen, berichtete Springer.

Missverständnisse hatte es in der Wermelskirchener AfD offenbar einige in der jüngeren Vergangenheit gegeben. So teilte der bisherige Sprecher Martin Schäfer am Wochenende mit, dass der derzeitige Vorstand nach den Wahlen im Juni komplett zurückgetreten sei – sowohl auf kommunaler als auch auf Kreisebene. Der Vorstand bestand demnach aus Stefan Schäfer als Sprecher, Michael Hürst als seinem Stellvertreter und Henning Dornauf als Beisitzer.

Laut Schäfer hätten die rund 20 Mitglieder der Wermelskirchener AfD „den neu eingeschlagenen Weg nicht mitgehen“ wollen.

Wie Stefan Schäfer sagt, hätten die Mitglieder es nicht begrüßt, dass das Vorstandstrio vorgehabt hätte, mehr Kontakt zu Vereinen und Initiativen sowie den Wermelskirchener Bürgern zu knüpfen. Schäfer: „Wir hatten uns unter anderem an einem Aufforstungsprojekt beteiligt und mit dem örtlichen Tierheim Kontakt aufgenommen, um es zu unterstützen.“ Zudem habe man versucht, der Werbegemeinschaft WiW beizutreten. „Es hat mehrere Gespräche gegeben, noch aber mit keinem Ergebnis“, sagt Schäfer. Gerade bei städtischen Veranstaltungen habe man sich mehr einbringen wollen. Das sei nicht gut angekommen. „Die logische Konsequenz bedeutet hier aber auch, nicht länger mit unseren Namen hinter diesen anderen Zielsetzungen stehen zu können“, sagt Schäfer.

Zurzeit gibt es keinen amtierenden Vorstand

Wie Hans Joachim Lietzmann, der eigentlich voriges Jahr aus dem Vorstand ausgetreten war, auf Nachfrage bestätigt, hatte er sich bei einer Parteiveranstaltung gegen Stefan Springer zur Wahl gestellt und die Mehrheit der Stimmen erzielt. Zusammen mit Manfred Schawohl und Karl Springer, die beide auch im Kreisvorstand der AfD sitzen, bildet er nun ein kommissarisches Gremium, das die Geschicke der Wermelskirchener AfD bis zur Neuwahl leiten soll. Einen offiziellen Vorstand gibt es nach den Rücktritten nicht mehr.

Wie Karl Springer berichtet, gibt es vonseiten der AfD bisher fünf Kandidaten, die sich bisher für den Wermelskirchener Stadtrat zur Wahl stellen wollen. „Bei einer erneuten Veranstaltung werden aber noch einige nachrücken“, sagt Springer. Eine Mitteilung über die genaue Aufstellung der AfD zur Kommunalwahl solle in Kürze folgen.

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