Sportplatz wird zur Arena für Ritter

Läuft alles nach Plan und falls es Corona zulässt, will der Schlossbauverein den Sportplatz in Oberburg zum Turnierplatz umdekorieren. Archivfoto: Moritz Alex
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Läuft alles nach Plan und falls es Corona zulässt, will der Schlossbauverein den Sportplatz in Oberburg zum Turnierplatz umdekorieren. Archivfoto: Moritz Alex

Verein plant für die Zeit, in der der Platz in der Burg klein wird

Von Philipp Müller

Eins hat Gregor Ahlmann, Geschäftsführer des Schlossbauvereins, immer betont: Die Burg bleibt geöffnet.“ Damit spielt der Burgherr auf die Zeit ab April an, wenn die Schlossanlage und vor allem das Haupthaus für drei Jahre saniert und renoviert werden. Doch Großveranstaltungen sind so bis 2025 an und in der Burg nicht möglich. Dazu soll aber ab März – falls es die Corona-Bestimmungen zulassen – der frühere Sportplatz in Oberburg am Ende der Talsperrenstraße genutzt werden. Möglich macht dies eine Absprache mit der Stadtentwicklungsgesellschaft der Stadt Solingen, berichtet Ahlmann. Die Gesellschaft betreut die städtische Liegenschaft. Aktuell ist der Platz an einen Segway-Club als Trainingsgelände vermietet. Das bleibe auch so, erklärt der Geschäftsführer, denn man sei nun Untermieter des Vereins. Dies gelte bis ins Jahr 2024. So lange will der Schlossbauverein das Gelände mitnutzen, erst dann wird die Burg in neuem Glanz für die Besucher erstrahlen.

Am zweiten Märzwochenende startet das Gauklerfest

Klappt alles, soll es am zweiten Märzwochenende schon mit einem Gauklerfest losgehen. Aber Ahlmann betont auch: „Wir können wegen Corona nur auf Sicht arbeiten.“ Lasse die Corona-Schutzverordnung dann noch keine Veranstaltung zu, wandere die Veranstaltung in den Herbst. Geplant wird mit einem Zuschaueraufkommen von 1000 bis maximal 1300 Besuchern. „Auf den Sportplatz passen viel mehr, aber wir sind für das erste Jahr realistisch, dass es in der Größenordnung mit einem Hygienekonzept funktionieren kann.“ Mit Helmut Steinböck habe man einen Partner an der Seite, der seit rund 30 Jahren Events rund um das Mittelalter veranstaltet. Es müsse noch Strom und Wasser an den Platz herangeschafft werden. Zugleich werde ein Brandschutzkonzept erstellt, das man für Großveranstaltungen dort benötigt. Parallel laufen die Vorbereitungen für diese Ideen auf dem Sportplatz:

Ritterturnier: Noch steht der endgültige Termin nicht fest. Aber Gregor Ahlmann verspricht ein Turnier mit Rittern und Pferden. Und nicht nur dafür soll der Sportplatz wie ein mittelalterlicher Turnierplatz dekoriert werden. Das schließe auch eine Abtrennung des Platzes ohne „Bauzaun-Orgie“ ein, so dass Eintrittsgelder erhoben werden könnten.

Ritterspiele: In der Zeit zwischen Pfingsten und Christi Himmelfahrt legt der Schlossbauverein die Ritterspiele mit den Georgsrittern, das Kinderritterfest und einen Mittelaltermarkt zu einer großen und mehrtägigen Veranstaltung zusammen.

Weihnachtsmarkt: Ab November ist Schloss Burg für den Basar der Kunsthandwerker und den Weihnachtsmarkt bekannt. Auch diese Veranstaltungsformen sollen dann auf dem neuen Ritterplatz an der Talsperre stattfinden. Da sei der Schlossbauverein aber noch in den Planungen.

Shuttle-Service: Zwischen Schloss und Sportplatz werde an den Veranstaltungstagen ein Trecker mit einem Planwagen kostenlos pendeln. Der Shuttle-Service soll die Menschen so auch zur Burg und in die umliegenden Gaststätten bringen. Zugleich berechtige ein Ticket zu einer Veranstaltung auch zum Besuch von Schloss Burg. Mit dem Sportplatz soll keine „entfernte Insel“ geschaffen werden.

Museum: Bis 2024 werde es eine „temporäre Dauerausstellung“ im Grabentorhaus geben, sagt Ahlmann. Sie soll ab April zu sehen sein. Der Bergfried bleibe während der Sanierungsarbeiten geöffnet – soweit es Corona erlaube.

Planung: Auch wenn alles unter der Voraussetzung laufe, dass man „nur Annahmen treffen“ könne, seien die Konzepte in Sachen Wirtschaftlichkeit geprüft, versichert Ahlmann. Das gelte auch für den Jahrmarkt „Anno dazumal“, der im August die „Wilden 20er Jahre“ aufleben lassen soll.

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