Sperrmüll abzugeben, kostet nichts mehr

Sperrmüll abholen zu lassen, kostet weiterhin 15 Euro. Am Wertstoffhof kann man ihn aber bald kostenlos abgeben. Archivfoto: Christian Beier
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Sperrmüll abholen zu lassen, kostet weiterhin 15 Euro. Am Wertstoffhof kann man ihn aber bald kostenlos abgeben. Archivfoto: Christian Beier

Umweltausschuss beschließt Abschaffung der Gebühr – Öffnungszeiten am Wertstoffhof bleiben

Von Stephan Singer und Markus Schumacher

Ab 1. Januar 2022 ist die Abgabe von Sperrmüll aus privaten Haushalten beim Wertstoffhof in der Albert-Einstein-Straße 28 kostenfrei. Das beschloss der Ausschuss für Umwelt und Bau einstimmig und ohne weitere Diskussion. „Die schriftliche Begründung der Verwaltung reicht“, erklärte Friedel Burghoff (CDU).

Aber: Mit dem Beschluss einher geht auch, dass die Öffnungszeiten unverändert bleiben. Ebenso unangetastet bleiben die Gebühren in Höhe von 15 Euro für die Abholung von privatem Sperrmüll am Grundstück.

Seit dem 1. Januar 2020 hat der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) den Betrieb des Kommunalen Wertstoffhofs im Industriegebiet-Ost übernommen. Warteschlangen und die Öffnungszeiten hatten daraufhin besonders im ersten Halbjahr 2020 in Teilen der Bevölkerung und der Kommunalpolitik für Unmut gesorgt.

An dem Wertstoffhof werden verwertbare Abfälle in haushaltsüblichen Kleinmengen von privaten Haushalten aus dem BAV-Verbandsgebiet angenommen. Die Annahme ist nur als Selbstanlieferung und Handabladung zugelassen. Das Angebot der kommunalen Sammlung am Wertstoffhof beinhaltet die kostenlose Annahme von Grünabfällen, Elektrogroßgeräten, Kühlgeräten, Altpapier, Metall, Alttextilien, Schuhen, Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren, LED-Lampen, Batterien, Korken sowie CDs und DVDs. Auch Gelbe Säcke können seit 2020 am Wertstoffhof abgegeben werden.

Sperrmüll abholen zu lassen, kostet weiterhin 15 Euro

Wie die Stadtverwaltung erläutert, ist die Annahme von Sperrmüll aus privaten Haushalten am Wertstoffhof seit der Eröffnung günstiger geworden: „Bis zu einer Menge von drei Kubikmetern je Anlieferung wird seit 2019 ein pauschales Entgelt von 10 Euro erhoben, früher mussten 15 Euro gezahlt werden.“ Durch den aktuellen Beschluss des Ausschusses entfällt auch diese Gebühr.

„Wer seinen Sperrmüll abholen lässt, muss für diesen Service aber weiterhin 15 Euro zahlen“, stellt die Stadt klar. Gründe hierfür seien der Service der Abholung am Grundstück und die ohnehin nicht kostendeckende Gebühr.

Wie die städtische Kämmerei in der Sitzungsvorlage errechnet, reduzieren sich die Erträge durch den Wegfall der Zehn-Euro-Gebühr für die Abgabe von Sperrmüll um rund 12 000 Euro jährlich: „Im Hinblick auf die aktuelle Restmüllgebühr für 2021 hätte das eine Erhöhung der Abfallgebühr um einen Cent bedeutet.“ Eine verlässliche Aussage zu den Auswirkungen auf die Gebühr 2022 könne derzeit nicht getroffen werden, da wesentliche Ansätze (zum Beispiel die Umlage des BAV) noch nicht vorliegen.

Die ebenfalls im ersten Halbjahr 2020 debattierten Öffnungszeiten des Wertstoffhofs bleiben bestehen. Damit folgte der Ausschuss einmütig der Argumentation der Stadtverwaltung: „Die Verlängerung der Öffnungszeiten bis 20 Uhr an zwei Wochentagen kostet von April bis Oktober rund 20 500 Euro. Die zusätzlichen Kosten müssen über die Abfallgebühren refinanziert werden.“ Nach Beratung mit dem BAV als Betreiber heißt es: „Die bisherigen Erfahrungen in den 20 Monaten Wertstoffhof Wermelskirchen haben gezeigt, dass der Wertstoffhof während der aktuellen Öffnungszeiten gut angenommen wird.“ Im Vergleich mit den anderen Wertstoffhöfen des BAV sei die Nachfrage innerhalb der aktuellen Öffnungszeiten noch ausbaufähig.

Die Öffnungszeiten sind von April bis Oktober dienstags und donnerstags jeweils zwischen 13 und 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 12 Uhr und von November bis März dienstags und donnerstags jeweils von 11 bis 16 Uhr sowie samstags von 8 bis 12 Uhr.

Grünschnitt

Bis Ende 2019 konnten die Bürger nur an acht Samstagen im Jahr ihre Grünabfälle kostenlos am Kompostplatz des Wertstoffhofs abgeben. Nunmehr ist das zu den Öffnungszeiten immer möglich. Obergrenze für die gebührenfreie Annahme von Grünschnitt ist eine Menge von drei Kubikmetern.

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