Schulausschuss

SPD fordert Neubau für Tenter Schule

Grundschule am Haiderbach, Standort Tente.
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Grundschule am Haiderbach, Standort Tente.

Laut einem Antrag an den Schulausschuss soll die Verwaltung ein Grundstück prüfen.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Mit einem Antrag an den Schulausschuss fordert die SPD-Fraktion im Stadtrat die Prüfung eines Neubaus für die Grundschule in Tente. Dabei stützen sich die Sozialdemokraten auf die Entwicklung der Bevölkerungsdichte in dem Ortsteil von Wermelskirchen.

Bereits im Juli 2020 habe die SPD-Fraktion einen Antrag eingebracht, der auf eine Verbesserung des Zustandes an dem Grundschul-Standort abgezielt habe.

Dynamischer Bevölkerungszuwachs erwartet

Angesichts der neuen Faktenlage bleibe nach Einschätzung der SPD nur ein Neubau als Lösung, formulieren die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Petra Weber und das Schulausschuss-Mitglied Heike Lehmann in dem Papier. Demnach soll der Neubau auf dem mit Beschluss des Rates vom 22. Juni 2022 erworbenen Grundstück im Bereich Unterstraße, wo auch das neue Feuerwehrgerätehaus für Tente/Unterstraße entstehen soll, errichtet werden.

Zur Begründung der Forderung betont die SPD: „Der Ortsteil Tente weist gegenwärtig und in den kommenden Jahren den wohl dynamischsten Bevölkerungszuwachs in unserer Stadt auf.“ Konkret listet die SPD auf, wo neuer Wohnraum im Einzugsbereich der Tenter Grundschule entsteht: Baugebiet Jonenheide – rund 40 Wohneinheiten, ehemalige Schuhfabrik – rund 44 Wohneinheiten, Grundstück Neuenhaus 29/31 – mittelfristig bis zu neun Wohneinheiten, Grundstück Unterstraße mit einer bebaubaren Fläche von knapp 17 000 Quadratmeter (abzüglich 5000 Quadratmeter Fläche für ein Feuerwehrhaus sowie eine Fläche für eine Grundschule und möglicherweise eine Kindertagesstätte) – rund zehn Wohneinheiten, weitere potenzielle Fläche im Bereich Neuenhaus – etwa 40 Wohneinheiten, Fläche Ecke B 51/Schwarze Delle – rund acht Wohneinheiten, Grundstück des Bauvereins B 51/Ecke Bähringhausen – rund 30 Wohneinheiten sowie zukünftige Wohnbauflächen im Bereich der Alten Ziegelei Hilgen.

„Die Erfahrungen mit der bereits erfolgten Vermarktung von Baugrundstücken für den Wohnungsbau weisen auf einen hohen Anteil Kauf- und Mietwilligen mit Kindern hin. Bezogen auf die in Rede stehenden Flächen ist in den kommenden Jahren mit einem erheblichen Zuwachs von Kindern im Kita- beziehungsweise Grundschulalter zu rechnen“, erläutern Petra Weber sowie Heike Lehmann und betonen: „Das Gebäude wie die Freifläche der gegenwärtigen Grundschule Tente werden selbst mit größter Verdichtung den pädagogischen Bedürfnissen einer Grundschule nicht gerecht. Es fehlen drei große Räume, ein Speiseraum, Differenzierungsflächen, Verwaltungsflächen und Toiletten.“ Die Aussagen des Schulentwicklungsplans zeigten die Begrenztheit der zur Verfügung stehenden Gesamtgrundstücksfläche wie der Räumlichkeiten des Altbaus am jetzigen Grundschul-Standort Tente in aller Deutlichkeit auf.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Große Aufgaben

anja.siebel@rga.de

Schulen im maroden oder zumindest sanierungsbedürftigen Zustand sind das Eine. Damit hat die Stadt und haben vor allem jene, die darin lernen und arbeiten, schon lange zu kämpfen. In den Grundschulen sieht es häufig mau aus – und auch die Altbauten des Gymnasium sind lange nicht mehr taufrisch. Das Andere ist der Platzbedarf.

Die Vertreterinnen der Wermelskirchener Sozialdemokraten merken zu Recht an, dass in Ortsteilen mit „dynamischem Bevölkerungszuwachs“ wie Tente einer ist, eben auch Anpassungen an den Grundschulen erfolgen müssen, damit die nicht aus allen Nähten platzen.

Es ist für die Stadt wichtig, vorausschauend auf solche Entwicklungen zu blicken und rechtzeitig zu reagieren. Denn wenn man wirklich, wie angekündigt, bis 2030 einen signifikanten Bevölkerungszuwachs erzielen möchte, dann muss man auch die Infrastruktur entsprechend anpassen. Und dazu gehört auch die Betreuung für Kinder.

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