Spaziergänge im Gleisdreieck

Hubert Benzheim führt den Spaziergang zum Thema „Boden“ in Bergisch Born. Archivfoto: Roland Keusch
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Hubert Benzheim führt den Spaziergang zum Thema „Boden“ in Bergisch Born. Archivfoto: Roland Keusch

Pläne zu Gewerbegebiet stoßen auf Kritik

Von Sven Schlickowey und Markus Schumacher

Die Remscheider Naturschutzverbände RBN, Nabu und BUND wollen die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spaziergänge im Planungsgebiet des Interkommunalen Gewerbegebiet Gleisdreieck fortsetzen. Das nächste Mal trifft man sich am Sonntag, 11. April um 11 Uhr auf dem Parkplatz an den Tennishallen Bornbacher Straße.

Diesmal übernehme Hubert Benzheim vom BUND die Führung, heißt es in einer Mitteilung. Thematisch drehe es sich um den Boden. Das Tragen einer Maske und ausreichend Abstand sind Pflicht, wer Erkältungssymptome zeigt, soll zu Hause bleiben, bitten die Organisatoren.

In Bergisch Born wollen die Städte Remscheid, Wermelskirchen und Hückeswagen gemeinsam ein neues Gewerbegebiet entwickeln. Etwa 35 Hektar groß soll das werden. Diese Pläne stoßen bei den Naturschutzverbänden in der Region auf Widerstand: „Natur- und Lebensraum darf nicht weiter versiegelt werden“, sagen die Initiatoren, die mit den Spaziergängen interessierte Bürger informieren und gleichzeitig gegen die Versiegelung weiterer Flächen demonstrieren wollen. Zuletzt kamen dafür bis zu 30 Interessierte zusammen.

Eine Kritikerin ist auch Sabine Krämer-Kox von der Ortsgruppe Wermelskirchen/Burscheid des ADFC: „Ich sehe im Hinblick auf das Interkommunale Gewerbegebiet Gleisdreieck auf lange Sicht die Gefahr des Lückenschlusses: hier ein kleines Gewerbegebiet, da ein kleines Gewerbegebiet – ach, dann kann man dazwischen doch auch noch Gewerbe/Industrie ansiedeln  . .“ So gehe aber der Charakter der Bergischen Landschaft schleichend verloren, findet sie. „Und nicht nur das“, ergänzt Krämer-Kox, „denn zur Erschließung der Gewerbegebiete ist ja auch der Bau neuer beziehungsweise Ausbau vorhandener Verkehrswege notwendig, wie die B51n.“ Was wiederum Flächenversiegelung und Umweltbelastung durch Lärm und Abgasemissionen bewirke, sagt sie.

Einerseits werbe man mit „Panorama“-Radwegen für den Tourismus, andererseits würden die Radtouristen aber von der Wermelskirchener Innenstadt quasi „ausgeschlossen“. Sabine Krämer-Kox: „Die Aussicht auf Gewerbebauten dürfte für Radtouristen wenig verlockend sein.“

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