Haus Eifgen

Songs umklammern Rock, Blues, Folk und Country

Das Quartett Jay Ottaway and the Lost Boys gastierte im Haus Eifgen.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Die Themen seiner Kompositionen, die eine Klammer um Blues, Rock, Folk und Country spannen, sind vielfältig: „Raven“ ist inspiriert von dem im 19. Jahrhundert verfassten Gedicht „Der Rabe“, „Sail the seven seas“ thematisiert Schiffsreisen. Jay Ottaway aus dem US-amerikanischen Boston sagt beim Konzert im Haus Eifgen: „Es ist ja unsere eigene Schuld, dass das Klima nicht so richtig tickt.“

Damit moderiert er das Lied „World on fire“ an, das er schrieb, nachdem das Haus eines Freundes in Kalifornien beinahe abgebrannt wäre. Mit „Love in a time of hate“ findet der Sänger und Gitarrist seine Antwort auf die aktuell unumgängliche Auseinandersetzung mit Krieg und zwiegespaltenen Gesellschaften, „All this rain“ reagiert auf einen Orkan, der die Durchführung eines Folkfestivals in Roermond verhinderte, das Jay Ottaway regelmäßig organisiert.

Jay Ottaway steht an diesem Abend vor knapp 30 Zuhörern bereits zum dritten Mal auf der Bühne im von der Kulturinitiative Wermelskirchen (Kult-in-Wk) betriebenen Haus Eifgen. „Mittlerweile ist es eine Tradition geworden, dass wir unsere Tour, wenn Jay in Deutschland ist, im Haus Eifgen starten – dafür, dass wir hier sein dürfen und so gut umsorgt werden, gilt unser Dank dem ganzen Ehrenamtsteam von Kult-in-Wk“, sagt Henrik Herzmann, der für Ottaway den Bass zupft, aus Leverkusen stammt und sich als Tausendsassa am Vier- oder Fünfsaiter in diversen Bands einen Namen gemacht hat.

Band gastiert auch noch in Köln, Leverkusen und Leichlingen

Herzmann gehört neben Guido Lehmann (Gitarre und Backgroundgesang) sowie Wolfgang Stölzle zu den „Lost Boys“, die sich im Haus Eifgen gar nicht „lost“ im Sinne moderne Jugendsprache, wo es für „verloren, ahnungslos“ steht, präsentieren: Die Band besteht aus Könnern ihres Fachs und spürbar begeisterten Mitspielern ihres Frontmanns. Für die aktuelle Tour hat das Quartett als Jay Ottaway and the Lost Boys gleich eine neue CD – die erste in dieser Besetzung eingespielte – namens „Adrenaline Junky“ im Gepäck. Für die Besucher des Konzerts gibt es an dem Abend zur Lost-Boys-Viererbande noch ein Zückerchen oben drauf: Für einige Stücke, unter anderem dem „Blind faith“-Cover „Can‘t find my way home“ aus der Feder von Steve Winwood, setzt sich der Kult-in-Wk-Vorsitzende Michael Dierks an die B3-Hammond-Orgel, um die Band zu begleiten.

Guido Lehmanns Kommentar dazu: „Wir geben dem unbekannten Nachwuchs auch mal eine Chance.“ Besucher Peter Fabritius aus Lindlar freut sich, wieder ein tolles Konzert im Haus Eifgen zu erleben: „Ich bin öfters hier – zur Blues- und Jazz-Session eigentlich immer.“ Jay Ottaways Tour erstreckt sich noch bis Mitte August. In der Region gastiert die Band unter anderem noch im Leverkusener „Topos“ (29. Mai), in der Kölner „Torburg“ (2. Juni), beim „Grammofest“ in Leichlingen (5. Juni) und im Bergisch Gladbacher „Quirl“ (24. Juli).

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