Solinger Firma baut Schloss Burg als 3-D-Modell nach

So sieht ein erstes 3-D-Modell aus. Foto: Excit 3D GmbH
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So sieht ein erstes 3-D-Modell aus.

Bergisches Wahrzeichen soll während des Umbaus erlebbar bleiben

Von Stephanie Licciardi

Anna von Kleve und Graf Adolf wandeln wieder durch die zahlreichen Hallen und Räume der ehrwürdigen Burg. Künftig kann sich Werner Koch von der Solinger Firma Excit3D vorstellen, auch Rittern sowie den früheren Bewohnern von Schloss Burg wieder Leben einzuhauchen. „Schloss Burg virtuell erlebbar machen“, so nennt Werner Koch das Vorhaben.

„In Lockdown-Zeiten und auch für die Zeit der anstehenden Sanierungen sind wir im engen Austausch mit dem Schlossbauverein und dem Museumsteam, wie es weitergeht, um die Umbauzeit für die Besucher zu überbrücken.“ Ein 3-D-Modell mit mittelalterlichen Szenen ist bereits in Arbeit. Virtual Reality heißt hier das Zauberwort, denn die Ideengeber möchten das mittelalterliche Treiben der einstigen Bewohner mit VR-Brillen und QR-Codes für Smartphones wiederbeleben.

„Wenn Besucher an einer bestimmten Stelle, beispielsweise im Innenhof stehen, kann durch die virtuelle Brille dargestellt werden, wie es dort damals aussah.“ Ob Handwerker und Schmiede bei der Arbeit, spielende Kinder oder Ritter beim Üben, Geschichte zum Anfassen und Nacherleben bietet die geplante virtuelle Lösung künftig an. Mit den Brillen begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise.

Die Möglichkeiten der Digitalisierung seien für Besucher, insbesondere Schülergruppen ein Zugewinn, um die Geschichte der Burg zugänglich zu machen. Die 360-Grad-Rundgänge seien gefragt bei den Besuchern, weiß Werner Koch. „Ohne die Pandemie hätten wir die 360-Grad-Wanderungen irgendwann in das Besucherprogramm aufgenommen. Corona hat das Ganze beschleunigt, hat gewissermaßen den Entwicklungsschub geleistet“, so Koch weiter. „Die digitale und die reale Welt möchten wir mit den heutigen Möglichkeiten in Verbindung miteinander bringen.“

Ostermarkt findet online statt

Auch der Ostermarkt wird, wie zuletzt sein weihnachtliches Pendant, online stattfinden. Dafür steht Koch bereits mit einigen Verkäufern und Standbetreibern aus dem Städtedreieck und sogar dem Ausland in Kontakt. Feinkost, Schmuck oder Bekleidung – die geplanten 42 Stände bieten virtuell Einblicke in ihre Produkte.

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