Mein Blick auf die Woche

Solidarität und Zusammenhalt kennen keine Grenzen

-
+
anja.siebel@rga.de

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Dass Geflüchtete aus der Ukraine nach und nach auch in Wermelskirchen eintreffen würden, war bereits kurz nach Beginn des Angriffskrieges auf ukrainischem Boden klar. Nur: Wie viele würden es sein, wie würde deren Unterbringung organisiert und: Ist das alles zu stemmen für die Kommunen? Viele Fragen sind diesbezüglich auch heute noch offen, eine andere aber ganz offensichtlich nicht: Der Zusammenhalt der Helfenden und die Solidarität gegenüber den betroffenen Menschen, die zum Großteil ein unfassbares Schicksal ereilt hat, ist stark. So stark, wie man es nach zwei Jahren Corona-Pandemie, die bei den meisten spürbar an Kräften und Energie gezehrt haben, wohl kaum hätte erwarten können. Und das spiegelt sich auch in Wermelskirchen und Umgebung wider.

Ohne zu zögern bot die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ mit Unterstützung der Kirchengemeinden, der Tafel und der Stadtverwaltung ihre Hilfe an, nahm Kontakt auf zu einer russisch-orthodoxen Gemeinde und vermittelte allein 34 Geflüchtete in Wermelskirchener Stadtgebiet. Aber auch viele Privatpersonen wollen helfen: mit Sach- oder Geldspenden, Fahrdiensten, als Paten für die Menschen, die zum Teil kein Deutsch oder Englisch sprechen – oder sogar mit eigenem Wohnraum, den sie kostenlos zur Verfügung stellen. Und das alles ging und geht stets unglaublich schnell. Da werden Arztbesuche organisiert oder der Gang zu Behörden, Mitarbeiter der Stadtverwaltung backen am morgigen Sonntag vor dem Rathaus Waffeln und sammeln dabei Spenden. Und es gibt immer ein offenes Ohr für die Menschen, die die Hilfe und Unterstützung jetzt gerade so dringend benötigen.

All das macht viel Mut. Mut, den wohl alle jetzt so gut gebrauchen können. Denn in einer Zeit, in der das wahr geworden ist, was viele sich im 21. Jahrhundert wohl nicht mehr in ihren schlechtesten Träumen hätten vorstellen können: ein sinnloser wie grausamer Krieg mitten in Europa, braucht es gerade etwas, was den Glauben an Werte wie Menschlichkeit, Würde und Respekt zumindest ein Stückchen zurückbringt.

Das Helfen tut zudem vielen gut, die sich ansonsten hilflos fühlen. Etwas ändern möchten, es aber im Großen ja nicht können. Dann zumindest im Kleinen, in der Nähe, zuhause. Wenn es überhaupt einen Sinn gibt, den man jetzt gerade erkennen kann, dann liegt der im Zusammenhalt der Menschen. Der ganz offensichtlich keine Grenzen kennt.

Top: Die Veranstaltungen an den Wochenenden mehren sich wieder – sowohl in der Katt als auch im Haus Eifgen gibt es Programm.

Flop: Impfpflicht stellt Kreis vor Herausforderung.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Weihnachtsmarkt schafft Atmosphäre
Weihnachtsmarkt schafft Atmosphäre
Weihnachtsmarkt schafft Atmosphäre
Hündin Lara ist eine wilde Hummel
Hündin Lara ist eine wilde Hummel
Hündin Lara ist eine wilde Hummel
Kreisverwaltung plant 91 neue Stellen
Kreisverwaltung plant 91 neue Stellen
Kreisverwaltung plant 91 neue Stellen
Um welche Straße handelt es sich?
Um welche Straße handelt es sich?
Um welche Straße handelt es sich?

Kommentare