Aktion

Skulpturen machen Dorfpark adventlich

Sie stellen Skulpturen im Dorfpark in Dabringhausen aus (v. l.): Silke Vieth, Barbara Spiegel-Lein, Eule Eickhoff, Ulrike Metelmann, Ulrike Rickell, Kay Büsing, Michaela Mück-Hämmerich und Gundula Schröder.
+
Sie stellen Skulpturen im Dorfpark in Dabringhausen aus (v. l.): Silke Vieth, Barbara Spiegel-Lein, Eule Eickhoff, Ulrike Metelmann, Ulrike Rickell, Kay Büsing, Michaela Mück-Hämmerich und Gundula Schröder.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
    schließen

Neu gegründete Künstlergruppe stellt ihre Figuren am 25. November auf.

Wermelskirchen. Das Skulpturen-Ensemble „Weihnachten und ich“ ist das Ergebnis der ursprünglichen Idee, eine Krippe für den Dabringhauser Dorfpark zu gestalten. „Als wir uns schließlich an dem Wochenende mit dem Bildhauer Berthold Welter in seiner Werkstatt getroffen hatten, kamen wir von der Krippe ab. Aus den Königen wurden Skulpturen aus Holz mit Metall. Wir haben sie so gestaltet, dass sie uns – den Menschen – die Botschaft mitgeben, doch selbst etwas zu schenken und abzugeben“, sagt Eule Eickhoff. Michaela Mück-Hämmerich sagt ergänzend: „Es ist die Frage an uns, was hat Weihnachten mit uns zu tun.“

Am Freitag, 25. November, um 16 Uhr wird es so weit sein. Dann werden die zehn Frauen und ein Mann ihre Skulpturen im Dorfpark ausstellen. „Es wird im Eingangsbereich geschehen, so dass jeder die Skulpturengruppe schnell sehen kann,“, sagt Kay Büsing. „Die fünf Skulpturen kommen aus verschiedenen Richtungen auf das Tor zu. Und darüber schwebt ein leuchtender Stern.“
Entstanden sind die Skulpturen gemeinsam mit dem Leichlinger Künstler Bertold Welter. „Denn uns war schnell klar, dass wir für unsere Arbeit Hilfe brauchen, denn es sollte nicht dilettantisch werden“, sagt Barbara Spiegel-Lein. „Wir haben einen Antrag für das Förderprogramm ,2000 x 1000 Euro für das Engagement’ gestellt, um unsere Idee auch umsetzen zu können.“ Der Antrag wurde genehmigt.

Mit einem Anhänger voll mit Material ist die Skulpturengruppe nach Leichlingen gefahren: Darauf war Holz aus dem Wald, Treibholz aus dem Rhein, Schrott aus Luxemburg, Draht und alles, was die Gruppe gesammelt hatte. „Wir haben schließlich ein Wochenende mit Bertold Welter verbracht und mit ihm gearbeitet“, sagt Gundula Schröder von der Initiative Frauentreff. „Es war für uns alle ein sehr schönes Wochenende, und die Erfahrungen waren für uns alle sehr lehrreich.“ Sie haben gesägt, geschweißt, gehämmert und geschraubt. „Ich glaube, ich hätte das schon viel früher machen sollen“, sagt Gundula Schröder. „Ich hätte mich dann viel mehr an Handwerkliches herangetraut.“

„Es war ein sehr schönes Erlebnis für uns“, sagt Ulrike Metelmann bestätigend. „Wir waren schnell als Gruppe zusammengeschweißt und haben uns gegenseitig inspiriert.“

Jede einzelne der fünf Skulpturen wird an ihrem Fuß eine gelbe Karte bekommen. „Darauf haben wir uns Gedanken gemacht, welche Botschaft von der Skulptur ausgehen könnte“, sagt Kay Büsing. „Eine der Skulpturen trägt beispielsweise ein langes Eisennetz auf ihren Schultern. Es war an dem Tag, als die Queen gestorben war: Auf ihrer Karte steht zu lesen: Des Königs schwere Last – Ich will nichts verpassen und laufen.“

Die Gruppe ist ganz gespannt, wie ihr Skulpturen-Ensemble aufgenommen wird. „Darüber hinaus planen wir als Frauentreff auch noch eine Mitmachaktion“, sagt Eule Eickhoff. „Angelehnt an den Traumfänger vom letzten Jahr. Das werden die Dabringhausenerinnen und Dabringhausener dann am 25. November im Dorfpark entdecken. Mehr verraten wir aber noch nicht, denn alle sollen überrascht werden.“

Die Idee der Weihnachts-Skulpturen-Gruppe ist es, die Menschen ans Nachdenken zu bringen. „Heil entsteht, wenn jeder etwas dazu beiträgt“, sagt Michaela Mück-Hämmerich. „Wir alle können etwas dazu beitragen, dass die Welt lichter wird und am Ende auch heiler.“ Vom ersten Treffen der Skulpturen-Gruppe bis zum Wochenende bei Bertold Stelter sei immer weiter abstrahiert worden. „Und nun ist es keine Krippe mehr mit Maria, Josef und Jesus, sondern eine zeitgemäße Skulpturengruppe“, sagt Eule Eickhoff.

Hintergrund

Der Frauentreff – eine Initiative innerhalb von „Miteinander in Dabringhausen“ – trifft sich regelmäßig und lädt alle Frauen ein, mitzumachen. Zwei ihrer Projekte waren der Adventsweg 2021 und der Adventsweg 2020, die die Frauen wegen der Corona-Pandemie hinter dem Friedhof angelegt hatten.

Standpunkt von Susanne Koch: Schönes Engagement

susanne.koch@rga.de

Die Dabringhausener Bürgerinnen und Bürger können sich freuen – und natürlich auch alle anderen, die in den Dorfpark kommen, um die Kunstobjekte zu sehen: Teilnehmerinnen des Frauentreffs in Dabringhausen und darüber hinaus noch weitere Angesprochene machen ihnen damit wieder ein Geschenk.

Und weil viele Dabringhausenerinnen und Dabringhausener sich dieses Mal einen kürzeren Weg gewünscht hatten als den Weg bis hinter den Friedhof, hat sich die Gruppe entschlossen, dieses Mal etwas im Dorfpark zu inszenieren. Denn der wurde in diesem Jahr neu eingeweiht. Die Stadt Wermelskirchen, Bürgermeisterin Marion Lück und die Technischen Betriebe waren mit dieser Idee sofort einverstanden. So werden das Tor, der leuchtende Stern und die fünf Skulpturen am 25. November um 16 Uhr für alle im Dorfpark sichtbar sein.

Und sie werden den Menschen hoffentlich einiges zum Nachdenken geben. Sie stellen die Frage: Was hat Weihnachten mit mir zu tun?

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Kreisverwaltung plant 91 neue Stellen
Kreisverwaltung plant 91 neue Stellen
Kreisverwaltung plant 91 neue Stellen
Dhünn erhält seinen vorweihnachtlichen Treff zurück
Dhünn erhält seinen vorweihnachtlichen Treff zurück
Dhünn erhält seinen vorweihnachtlichen Treff zurück
Hündin Lara ist eine wilde Hummel
Hündin Lara ist eine wilde Hummel
Hündin Lara ist eine wilde Hummel

Kommentare