Ausbildung zur Konditorin

Sie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht

Isabel Klein liebt es, Torten zu kreieren.
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Isabel Klein liebt es, Torten zu kreieren.

Isabel Klein absolvierte ihre Ausbildung in der Konditorei von Thomas Wild.

Von Lena Steffens

Wermeskirchen. Ein Koala und ein Känguru verhalfen Isabel Klein dazu, beste Ergebnisse in ihrer Ausbildung zu erzielen. Denn die 22-Jährige absolvierte ihre Ausbildung zur Konditorin bei Thomas Wild im gleichnamigen Café am Markt. Zur Abschlussprüfung als Konditorin Ende Juni dieses Jahres musste sie innerhalb von zehn Stunden eine dreistöckige Torte backen und dekorieren, Pralinen und Petit Four, ein Feingebäck der französischen Küche, und Teegebäck herstellen.

Als Thema, das sich die Azubis frei auswählen durften, nahm Klein Australien. „Die Torte war in Sandfarben gestaltet und sehr gut gelungen, auch, wenn sie nicht ganz fertig geworden ist“, erzählt Kleins Ausbilder Thomas Wild. Neben dem praktischen Teil gehörte zur Abschlussprüfung zudem ein theoretischer, der die Betriebswirtschaftslehre umfasste. „Die Lehrlinge müssen darin beispielsweise erklären können, was Schokolade oder Marzipan ist“, sagt Wild.

Beworben hatte sich Klein für die Ausbildung im Café Wild, weil sie immer schon gern backt. „Ich habe das dann hobbymäßig intensiviert, weil das das ist, was ich gerne machen möchte“, erzählt sie. „Dann habe ich mich umgeguckt, was es so für Konditoreien gibt und habe Wild gefunden, weil ich mir dachte, entweder ganz oder gar nicht, das Café ist schon das Beste.“

Nach der Ausbildung verfolgt Klein aber zunächst andere Pläne. Bis Anfang September 2022 arbeitete sie noch im Café, danach möchte sie Architektur studieren, da sie aufgrund von Krankheit und Allergie zunächst nicht weiter in der Backstube arbeiten kann. „Das tut mir sehr weh“, sagt Klein. „Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass ich später einmal in die Konditorei zurückkehre.“

Das würde auch Thomas Wild sehr freuen. Der Inhaber des Cafés beschreibt seine ehemalige Auszubildende als einen „sehr begeisterten Lehrling“. „Überhaupt war sie immer sehr motiviert, es hat Spaß gemacht, mit ihr zu arbeiten“, resümiert er. Er versteht aber auch, dass sie nun Architektur studieren will. „Das ist ja auch künstlerisch und modellieren konnte sie gut“, sagt Wild.

Wild kann sich nicht über Personallage beschweren

Auch, wenn Klein nun andere Wege einschlägt, kann sich Wild derzeit nicht über seine Personallage beschweren. „Im Moment habe ich fünf Lehrlinge, vier Mädchen und ein Junge, das macht für mich aber keinen Unterschied, ich freue mich über jeden, der kommt“, sagt er. „Normalerweise habe ich nur vier Auszubildende, wir schweben noch auf der rosaroten Welle. Wenn ich meine Kollegen so höre, ist das schon ein Problem, Personal zu finden, bei mir zum Glück nicht“, meint Wild. Darüber sei er froh, da sein Betrieb ein Nischenberuf sei. Morgens beginne die Arbeit gegen sechs Uhr, auch an Feiertagen und an Wochenenden werde gearbeitet, das könne nicht jeder, sagt Wild.

Historie

Conrad Wild eröffnete 1830 die Zuckerbäckerei mit Konfekt und Süßwaren, damals mit seiner Frau Lisette. Im Jahr 2000 übernahm Thomas Wild das Café. 2014 gestaltete er mit seiner Frau Anne die Außengastronomie, seitdem ist das Café ein beliebter Treff.

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