Kriminalität

Sicherheitskonferenz thematisiert Automaten-Sprengungen

Dienstagnacht sprengten Unbekannte den Automaten an der Telegrafenstraße.
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Dienstagnacht sprengten Unbekannte den Automaten an der Telegrafenstraße.

Andreas Müßener von Zukunft Wermelskirchen fordert mehr Polizeipräsenz.

Wermelskirchen. Bürgermeisterin Marion Lück und Landrat Stephan Santelmann wollen nach der erneuten Sprengung eines Geldautomaten das Thema Automatensprengung sowie die Öffnungszeiten des Wermelskirchener Polizeibüros in die Sicherheitskonferenz des Kreises am 28. Oktober einbringen. Das kündigt die Bürgermeisterin jetzt in einem offenen Schreiben an.

Mit dem offenen Brief antwortet Marion Lück auf ein ebenfalls offenes Schreiben von Ratsmitglied Andreas Müßener (Zukunft Wermelskirchen) an die Bürgermeisterin. Daran fordert Müßener: „Als Wählerverein erwarten wir von Ihnen die Bildung  einer Arbeitsgruppe innerhalb der Verwaltung, die Punkte erarbeitet, mit denen man in Gespräche mit Verantwortlichen des Kreises eintreten kann.“

Die erneute Sprengung eines Geldautomaten sieht Andreas Müßener als weiteren Anlass: „Unsere Stadt erlebte in jüngster Vergangenheit bereits die dritte Bankautomatensprengung im inneren Stadtkern. Wir sind die zweitgrößte Kreisstadt und sollten uns als Kommune gegenüber der seit Jahren andauernden und wachsenden Erwartungshaltung der Bürger nach mehr Sicherheit nicht länger verschließen.“

Kritisch sieht das Ratsmitglied die Öffnungszeiten der im Bürgerzentrum untergebrachten Polizei-Dependance: „Das Büro steht von morgens bis zum frühen Nachmittag zur Verfügung – genau zu den Tageszeiten, in denen eher weniger Kriminalität zu erwarten ist. Demnach könnte man Kapazitäten hinverlagern zu Tageszeiten, wo eine erreichbare Polizeidienststelle neben Rathaus und Bank einen weitaus höheren Nutzen stiftet für unsere Einwohner.“

Ratsmitglied sieht Öffnungszeiten kritisch

Gleichzeitig mahnt  Andreas Müßener die aus seiner Sicht unzureichend ausgebaute Struktur der Kreispolizeibehörde Bergisch Gladbach an: „Die neue Polizeiwache in Burscheid deckt nicht nur die Städte Burscheid und Wermelskirchen zusammen ab, sondern Kürten und Leichlingen gleich dazu.“ Das sei eine doppelt so große Fläche wie die der Polizeiwache in Bergisch Gladbach. Da gebe es Nachbesserungsbedarf.

Bürgermeisterin Marion Lück betont, dass die von Zukunft geforderte Einrichtung einer Arbeitsgruppe dazu innerhalb der Verwaltung wegen der kreisweiten Strukturen keinen Sinn ergebe. Sie sagt mit Blick auf Sprengungen von Geldautomaten: „Es ist kein Wermelskirchen-spezifisches Phänomen. Es sind insbesondere Kommunen mit einer guten Autobahnanbindung betroffen, weil damit eine schnelle Fluchtmöglichkeit vorhanden ist.“ -sng-

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