Selbst die leisen Töne reißen mit

Das fünfköpfige Odessa Projekt überzeugte im gut gefüllten Kultur-Haus Zach.
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Das fünfköpfige Odessa Projekt überzeugte im gut gefüllten Kultur-Haus Zach.

Odessa-Projekt bringt Osteuropa ins Haus Zach.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Wermelskirchen. Was für ein schönes Bild – am Freitagabend war das Kultur-Haus Zach mit fast 50 Gästen wieder sehr gut besucht. Zu hören gab es Musik aus Osteuropa mit alten Bekannten auf der Bühne – und das Odessa-Projekt hatte eine Menge schmissiger bis melancholischer Lieder aus Osteuropa mit im Gepäck. Etwa Roma-Hochzeitslieder aus Rumänien oder ein Lied über die Kinder aus Ungarn.

Es einte die Musik, dass sie zum einen auch bei langsamerem Tempo mitreißend war, einen packte, obwohl man kein Wort verstand und dabei so schön eingängig war wie perfekte Pop-Musik. Dazu kamen die sehr gut aufeinander eingespielten Musiker, die nicht nur hörbar ihren Spaß an der Arbeit hatten, sondern diese Freude an der Musik auch durch ein breites Lächeln in ihren Gesichtern zum Ausdruck brachten.

Da war auf der einen Seite die souveräne Rhythmusgruppe, bestehend aus Kontrabassist Joachim Heinemann sowie Susanne Heinemann an den unterschiedlichen Trommeln. Die beiden legten geradezu stoisch den Rhythmusteppich aus, der noch weiter verfeinert wurde durch Daniel Marsch am Akkordeon. Die meist etwas traurigen, aber immer beschwingten Melodien wurden von Stefanie Hölzle an Geige, Bratsche und Klarinette sowie Sabine Schmelzer-Beversdorff am Saxofon beigesteuert. Dazu kam obendrauf ein bis zu vierstimmiger Gesang, der vielleicht nicht immer zu 100 Prozent ganz rein war, was aber überhaupt nicht schlimm war, da dieses leicht Schräge, leicht Dissonante ganz einwandfrei zum enorm vielschichtigen Gesamtsound passte. Man könnte auch vom „musikalischen Sahnehäubchen“ sprechen.

Zu jeder Sekunde ist gute Laune spürbar

Das Odessa-Projekt lebte fraglos von der guten Laune, die zu jeder Sekunde spürbar war. Sei es in den kurzweiligen Ansagen, in denen meistens Stefanie Hölzle oder Daniel Marsch immer wieder auch ein wenig Hintergrund zum jeweiligen Stück vermittelten. Oder wenn es einfach um ein paar lockere Worte ging, die die Musiker untereinander wechselten, ehe sie in das nächste Stück vom Balkan, aus der Ukraine oder aus einem anderen osteuropäischen Land einstiegen.

Denn die Hauptsache war natürlich die Musik – und die lebte bei all der instrumentalen Komplexität dann doch von den eingängigen Melodien, die vom Publikum mit leichtem Dirigat von Stefanie Hölzle oder Sabine Schmelzer-Beversdorff immer relativ flott mitgesungen werden konnten. Das ergab dann jedes Mal ein recht eigenwilliges Klangbild, das aber anziehend und einprägsam zugleich war.

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