Sekundarschule will Verpasstes aufholen

Viele Schüler haben während der vergangenen Monate einiges an Lerninhalten verpasst. Symbolfoto: Daniela Tobias
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Viele Schüler haben während der vergangenen Monate einiges an Lerninhalten verpasst. Symbolfoto: Daniela Tobias

Intensivlernwochen sollen Schülerinnen und Schüler nach der Pandemie wieder auf Kurs bringen

Von Anja Carolina Siebel

In der Sekundarschule laufen, weit vor den Sommerferien, die Vorbereitungen für das Schuljahr 2021/2022. „Wir haben uns selbstverständlich mit der Frage auseinandergesetzt, wie unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 verpasste Lerninhalte aufholen und nachhaltig vertiefen können, ohne dass wir sie überfordern“, berichtet der Didaktische Leiter der Schule, Moritz Lohmann.

Homeschooling, Wechsel- und Hybridunterricht, dann wieder Präsenz während der Monate der Corona-Pandemie, die immerhin bisher in zwei Schuljahre fiel – all das sei eben nicht das Gleiche wie sonst gewesen. Bestimmte Lerninhalte seien dabei, vor allem bei einigen Schülern, auf der Strecke geblieben.

Im kommenden Schuljahr soll es für die Schüler am Weyersbusch deshalb drei so genannte Intensivlernwochen geben, in denen Schülerinnen und Schüler individuell an Wissenslücken inhaltlicher und methodischer Art arbeiten können. Geplant sind dafür die erste volle Schulwoche für alle Jahrgänge außer Jahrgang 5, die Schulwoche vor den Herbstferien für die Jahrgänge 5 bis 8, die Woche nach den Herbstferien für die Jahrgänge 9 und 10, weil die vor den Herbstferien im Praktikum beziehungsweise auf Klassenfahrt sind, sowie die drei Schultage vor Weiberfastnacht 2022 für alle Klassen.

Zeitlich sollen die Intensivlernwochen aus der Gesamtheit aller Fächer gespeist werden. Die einzelnen Fachlehrer sowie deren Schüler müssen dafür über das ganze Schuljahr gerechnet auf etwa zwei bis vier Fachstunden verzichten und ihren Unterricht anpassen. Dafür werden diese Unterrichtsstunden den Intensivlernwochen zur Verfügung gestellt.

„Die zweite Intensivlernwoche ist zeitlich so geplant, dass am Elternsprechtag nach den Herbstferien eine fundierte Rückmeldung an Schüler und Eltern über den im Idealfall wieder aufgeholten Lernstand gegeben werden kann“, erklärt Moritz Lohmann. Nach der dritten Lernwoche sollen die Schülerinnen und Schüler schließlich noch genug Zeit haben, sich auf die verbleibenden Unterrichtsinhalte des laufenden Schuljahrs konzentrieren zu können, ohne weiterhin Stoff aus dem letzten Schuljahr aufarbeiten zu müssen.

„Das Sozialtraining ist nach der kontaktarmen Zeit besonders wichtig.“

Moritz Lohmann, Pädagoge

Am Anfang des Schuljahres 2021/22, also gleich nach den Sommerferien, wird es für alle Schülerinnen und Schüler eine schulische Diagnostik geben und es werden die individuellen Schwerpunkte für die Intensivlernwochen festgelegt. Diese Diagnostik wird sowohl fachlich sein (Wo sind Wissenslücken?) als auch pädagogisch (Welche Schwierigkeiten ergeben sich aus dem letzten Schuljahr?, Welche Befürchtungen, Ängste und Stress verspüren die Schülerinnen und Schüler?, Welche Motivations- und Bewältigungsstrategien können wir für die Intensivlernwoche gemeinsam erarbeiten?).

Für den zukünftigen Jahrgang 5 wird das Schuljahr allerdings anders starten, da die Schule die neuen Schülerinnen und Schüler – wie sonst auch – erst einmal in unserer Schule „ankommen“ lassen möchten.

Das neue Jahrgangsteam 5 beginnt in diesen Tagen mit der Vorbereitung des neuen Schuljahres und bereitet die ersten Wochen mit gemeinsamen Zielen und Vorhaben für ihren Jahrgang vor, um den Schülerinnen und Schülern einen sanften Übergang und Start zu ermöglichen.

Für jede neue Klasse wird es in der ersten Schulwoche ein Sozialtraining an jeweils zwei Schulvormittagen in der Sporthalle geben, in dem die Bildung der Klassengemeinschaft und die Pflege sozialer Kontakte initiiert werden sollen. Lohmann: „Dieser Schwerpunkt ist insbesondere nach der kontaktarmen Zeit im Schuljahr 2020/2021 für die Jugendlichen wichtig.“ In einem „Forschertraining“ werden außerdem grundlegende Kompetenzen der Grundschulzeit noch einmal wiederholt.

Sollten einige Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs größere Wissenslücken über Unterrichtsstoff und Unterrichtsmethoden aus der Grundschulzeit offenbaren, werden auch für den zukünftigen Jahrgang 5 die Intensivlernwochen 2 und 3 ausgestaltet.

Unterricht

Der „Lockdown“ in den nordrhein-westfälischen Schulen soll schon bald zu Ende gehen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte am Mittwoch im Landtag an, dass ab dem 31. Mai wieder voller Präsenzunterricht in den Schulen angeboten wird. Voraussetzung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz (Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche) „stabil“ unter 100 liege.

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