Sekundarschule: Stadtrat stimmt für Planungsstopp

Der Abriss der ehemaligen Realschule an der Rot-Kreuz-Straße geht weiter. Ob dort später tatsächlich ein Neubau entsteht, ist aber ungewiss. Archivfoto: Doro Siewert
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Der Abriss der ehemaligen Realschule an der Rot-Kreuz-Straße geht weiter. Ob dort später tatsächlich ein Neubau entsteht, ist aber ungewiss. Archivfoto: Doro Siewert

Klare Entscheidung bei nur einer Enthaltung

Von Anja Carolina Siebel

Der Stadtrat hat am Montagabend wie erwartet für einen Planungsstopp beim Neubau der Sekundarschule gestimmt. Der Stopp wurde mehrheitlich mit einer Enthaltung beschlossen. Diesen Schritt hatten die Fraktionen CDU, SPD, Grüne, FDP, BüFo und WNK/UWG geschlossen gefordert.

Wie mehrfach berichtet, gibt es an der derzeitigen Sekundarschule nicht annähernd so viele Anmeldungen, wie sie sich Politik und Verwaltung erhofft hatten, als die Schulform in Wermelskirchen an den Start ging. Eine fünfzügige Schule, wie sie zurzeit die beauftragten elf Planer anvisieren, wäre somit gar nicht mehr zeitgemäß.

Zur Debatte steht ebenfalls, ob nicht eine Gesamtschule die geeignetere Schulform wäre. Entsprechend soll es jetzt eine Neuauflage des Schulentwicklungsplans sowie eine Bedarfsabfrage bei den Wermelskirchener Eltern geben. Die Stadtverwaltung um Bürgermeisterin Marion Lück hatte zuvor den Vorschlag der Ratsfraktionen begrüßt.

Unnötige Kosten sollen vermieden werden

Thomas Marner, Technischer Beigeordneter der Stadt, erklärte noch einmal, warum das sinnvoll ist: „Wir befinden uns gerade am Ende der Leistungsphase 3, würden in Kürze in 4 einsteigen. Die Planer brauchen jetzt dringend ein Signal. Und wenn wir sie weiter in diese eine Richtung beauftragen würden, würde das möglicherweise unnötige Kosten verursachen.“

Dem konnten die Ratsmitglieder mit großer Mehrheit zustimmen. Allerdings war es Jochen Bilstein, Schulausschuss- und Fraktionsvorsitzender der SPD, wichtig, die Formulierung im Beschluss etwas abzuändern. „Es liest sich so, als wollten wir jetzt schon den Bau der neuen Sekundarschule stoppen. Das ist aber absolut nicht so. Es geht hier lediglich um die derzeitige Planung, die wir ja nicht weiter forcieren sollten, wenn wir nicht wissen, wo letztlich der Weg endgültig hinführt.“

Nachdem Karl Springer (AfD) die Sekundarschule bereits als „totgerittenes Pferd“ bezeichnet hatte, war es Henning Rehse (WNK/UWG) wichtig, zu betonen: „Ich warne davor, jetzt zu diesem Zeitpunkt etwas über diesen Antrag hinaus zu beschließen. Das Thema ist sehr komplex, deshalb sollten wir es jetzt genau dabei belassen.“ Heißt: vorzeitiges Ende der Neubau-Planung.

Auch Monika Müller (CDU) unterstrich noch einmal am Rednerpult: „Das ist ein formaler Akt, der nichts über die Zukunft einer Schule aussagt.“

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