Verzögerungen

Sekundarschule: Eltern sind verärgert

Die Sekundarschüler sollen vorübergehend im Erne-Bau an der Rot-Kreuz-Straße beschult werden. Foto: Karsten Mittelstädt
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Die Sekundarschüler sollen vorübergehend im Erne-Bau an der Rot-Kreuz-Straße beschult werden.
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Die Verzögerungen beim Erweiterungsbau bereiten vielen Kopfschmerzen. Politiker sind weiter zuversichtlich.

Von Anja Carolina Siebel

Es herrscht weiter Unruhe bei der Planung der Erweiterung der Sekundarschule. Neuester Aufreger für viele Eltern: Die Fünftklässler, die im kommenden Schuljahr 2018/19 eingeschult werden, sollen im sogenannten Erne-Bau an der Rot-Kreuz-Straße zusammen mit den – dann – Zehntklässlern der Realschule beschult werden. So lange, bis der Container am Weyersbusch fertig wird, der wiederum als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Neubaus diesen soll. Laut dem Ersten Beigeordneten Stefan Görnert soll das nach den Osterferien der Fall sein.

Weiterer strittiger Punkt: Die CDU-Fraktion hatte kurzfristig den Antrag gestellt, valide Schülerzahlen für ganz Wermelskirchen zu bekommen und erst dann über die neu entstandenen Kosten für den Erweiterungsbau abzustimmen. Das hatte zur Folge, dass die Sitzung des Stadtrates, bei der eigentlich der Beschluss geplant war, verkürzt und eine Sondersitzung für den 18. Juni einberufen wurde. Vorher, das bestätigt Stefan Görnert, sei kein valides Zahlenmaterial vorhanden. „Wir rechnen frühestens zum Termin der Sondersitzung mit den Schülerzahlen“, prognostiziert der Beigeordnete.

„Die Eltern und vor allem die Schüler bräuchten mehr Ruhe.“

Sandra Hokkeler, Elternvertreterin

Christian Klicki (CDU) verteidigt den Verzug: „Das ist wie in einem Wirtschaftsunternehmen. Da müssen auch erst die genauen Zahlen auf dem Tisch liegen.“

„Ein heilloses Durcheinander“, sagt Sandra Hokkeler vom Elternbeirat der Sekundarschule. „Für uns alle ist das eine Nagelprobe. Die Eltern und vor allem die Schüler bräuchten mehr Ruhe. Es kann nicht sein, dass die Kinder von einem zum anderen Standort geschoben werden.“ Das sei auch die Meinung vieler Eltern. „Sie wollen endlich Klarheit darüber, wie es jetzt weitergeht. Die Unsicherheit, die praktisch seit Jahren herrscht, beeinflusst auch die Anmeldezahlen negativ.“

Das ist in der Nachbarschaft ganz anders: Über mangelnde Anmeldezahlen kann sich Sandra Pahl nicht beschweren. Die Leiterin der Sekundarschule, die in Radevormwald im Sommer 2016 an den Start ging, glaubt, den Grund dafür zu kennen, warum es in der Bergstadt gut läuft mit der neuen Schulform: „Wir haben das Glück, dass alle Schulen räumlich dicht beieinander liegen, sogar an einer Straße, und wir alle ganz eng zusammenarbeiten.“ So nutzen Kollegium und Schüler der Sekundarschule auch in Rade Räume der auslaufenden Hauptschule und demnächst auch der Realschule. Pahl: „Es gab darum bei uns nie viel Aufhebens, die Gründung der Schule lief relativ ruhig ab. Das kam uns zugute.“ Sandra Pahl hofft, fürs kommende Schuljahr 80 Anmeldungen vorliegen zu haben, dann kann sie vier Klassen mit 20 Schülern bilden. „Auch wir müssen räumlich viel kalkulieren.“ Das laufe aber glatt.

Stefan Görnert hofft, dass die Raumplanung und die Weiterentwicklung der Sekundarschule auch in Wermelskirchen künftig reibungslos laufen. „Der Einzug der Fünftklässler in den Erne-Bau war mit der Schulleitung so abgesprochen. Der Schulleiter hat uns signalisiert, dass es für die Fünftklässler wegen des noch niedrigen Differenzierungsbedarfs am einfachsten sei.“

Auch Jochen Bilstein (SPD), der als Pädagoge selbst Erwachsene an der Volkshochschule im Erne-Bau unterrichtet, sieht wenig Probleme: „Das Miteinander läuft auch jetzt schon gut. Die Raumsituation ist auch so, dass man sich nicht ständig begegnet.“

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