Sekundarschule: Aufregung ist für Platt unverständlich

Oliver Platt akzeptiert die Kritik nicht. Foto: Roland Keusch
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Oliver Platt akzeptiert die Kritik nicht. Foto: Roland Keusch

Vorsitzender des Bürgerforums äußert sich zur Kritik an der Bürgermeisterkandidatin Marion Lück

Von Anja Carolina Siebel

Oliver Platt vom Bürgerforum (Büfo) äußert sich zu der Diskussion um die Sekundarschule. „Für das Bürgerforum ist die Aufregung nach der Presseveröffentlichung von Frau Lück nur sehr schwer nachvollziehbar“, schreibt Platt. Wie berichtet, hatte die Bürgermeisterkandidatin von CDU und BüFo den Vorschlag gemacht, eine erneute Befragung von Eltern zur Sekundarschule durchzuführen. Der Grund: Zu wenig Anmeldezahlen an der weiterführenden Schule in Wermelskirchen. Lück hatte dabei auch die Option in den Raum gestellt, die Sekundarschule zu einer Gesamtschule umzuwidmen. Das hatte für heftige Kritik in den Reihen der SPD gesorgt. Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein hält es für „unverantwortlich“, die Sekundarschule als bereits mehrheitlich beschlossene Schulform jetzt zu hinterfragen.

Hinterfragen bedeute nicht, dass Sekundarschule gescheitert ist

„In keinem Wort wurde von der Bürgermeisterkandidatin diese Schulform in Frage gestellt“, schreibt Oliver Platt in einer Stellungnahme. „Daher können sich jetzt bitte alle wieder beruhigen.“ Sicher habe auch das Bürgerforum vor Jahren diese Schulform für richtig empfunden und deswegen auch dafür gestimmt.

Das bedeute aber nicht, dass man jetzt den Kopf in den Sand stecke und glaube, es werde schon alles von alleine gut, „da die Anmeldezahlen hier etwas anderes sagen“. Hinterfragen sei erlaubt und richtig und bedeute nicht automatisch, dass die Sekundarschule gescheitert sei.

Jochen Bilstein hatte in seiner Kritik am Vorschlag Marion Lücks betont, dass es „unbegreiflich“ sei, „dass die Kandidatin eine für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger inhaltlich und finanziell weitreichende schulpolitische Entscheidung hinterfragt, die CDU und Bürgerforum mit getroffen haben.

Für Oliver Platt bedeutet der Wunsch nach einer erneuten Umfrage im Gegenteil, dass die Entwicklung begleitet werde und bedarfsgerechte Anpassungen möglich sein dürften.

Platt: „Die Welt dreht sich weiter. Entscheidungen ziehen Ereignisse nach sich, die bewertet und gegebenenfalls hinterfragt werden müssen. Sich damals für diese Schulform ausgesprochen zu haben, war kein Fehler, nicht bereit zu sein, sie entwickeln zu wollen, wäre ein riesen Fehler.“

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