Sehen Sie auch so gern Fußball?

Pfarrerin Barbara Schröder-Möring ist begeistert von den fairen Momenten bei der EM. Foto: mis
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Pfarrerin Barbara Schröder-Möring ist begeistert von den fairen Momenten bei der EM.

Eine Geistliche macht sich Gedanken

Von Pastorin Barbara Schröder-Möring, Ev. Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof

Rudelgucken vorm Fernseher oder Public Viewing in der Stadt? Die Spiele sind oft spannend und manchmal ganz großartig.

Ab und zu ärgert man sich über eine unfaire Schwalbe, eine zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung oder die Fehler des Trainers, die man selbst sicherlich vermieden hätte. Aber im Großen und Ganzen: Viel Eifer, viele Tore, viel Spannung.

Alles könnte so schön sein, wenn die Nebenschauplätze nicht wären. Da geht es um Kommerz und Korruption, Doping und Gendergap und um blöde Plakate mit miesen Sprüchen. Ziemlich unfair, unfairer als der Fußball selbst.

Ich wünsche mir so sehr, dass das aufhört. Sonst tritt in den Hintergrund, was doch viel wichtiger ist: die schönsten Tore, die spannendsten Spiele und die fairen Momente neben den Spielen, die mich in diesem Jahr besonders begeistert haben.

Da sind die geplanten: Englische und deutsche Spieler knien gemeinsam nieder – als Zeichen gegen Rassismus. Manuel Neuer trägt seine Kapitänsbinde regenbogenfarben-bunt – als Symbol gegen Homophobie.

Und die spontanen: Dänische Fußballer stellen sich schützend vor ihren zusammengebrochenen Anführer und beten für ihn. Antonio Rüdiger läuft sofort besorgt zu dem Greenpeace-Bruchpiloten, um sich zu vergewissern, dass es dem gut geht.

Jesus sagt: „Was du willst, das andere für dich tun, das tu du für sie!“ (Lk 6,31) Das ist fair. Das ist ein guter Grund, für andere vor Gott und Menschen einzustehen: Sie sind wie wir. Genau wie wir brauchen sie Fürsprache, Respekt und Fairness. Egal welche sexuelle Orientierung, egal welche Hautfarbe: „Was du willst, das andere für dich tun, das tu du für sie!“

So fair macht Fußball Freude. Viel Spaß beim Endspiel!

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