Mein Blick auf die Woche von Anja Siebel

Schwierige Zeiten erfordern Einigkeit

Anja
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anja.siebel@rga.de

Die Nachricht der Woche ist sicher: Thomas Marner, der Technische Beigeordnete im Rathaus, verlässt Wermelskirchen Richtung Kerpen.

Dort wurde er am Dienstag einstimmig zum Technischen Beigeordneten gewählt. Zeitgleich hagelt es in seiner Noch-Wirkungsstätte Wermelskirchen in den Vorlagen für Ausschüsse und Ratssitzungen Großprojekte: Innovationsquartier Rhombus, Hallenbadneubau, Gesamtschule, Hüpptal. All das hat die Verwaltung in nächster Zeit auf dem Zettel. Bürgermeisterin Marion Lück und Thomas Marner selbst versichern, dass es keinen Leerlauf in der Planung und Vorbereitung der genannten Projekte geben werde. Zunächst sei Thomas Marner ja noch für unbestimmte Zeit vor Ort, hieß es in den jeweiligen Stellungnahmen. Er selbst betonte auch, noch „einiges auf der To Do-Liste“ in Wermelskirchen zu haben. Und: Beide, sowohl die Bürgermeisterin als auch der scheidende Technische Beigeordnete, verweisen auf die fähigen Amtsleiter Florian Leßke (Stadtentwicklung), Harald Drescher (Tiefbau) und Hartwig Schüngel (Gebäudemanagement). Wird wohl so sein, dass die genannten Amtsleiter fähig sind und tiefe Einblicke in die Projekte bekommen haben während der vergangenen Jahre und der engen Zusammenarbeit mit Thomas Marner. Aber dennoch: Es bleibt ein unsicheres Gefühl, das wenige Ortspolitiker in dem ein oder anderen Gremium auch geäußert haben. Und offene Fragern. Zum Beispiel die, ob es nicht einen fähigen Dezernenten braucht, wenn große Dinge auf eine Kommune zukommen.

Hinzu kommt, dass vielfach öffentlich deutlich wurde, dass es zurzeit keine wirkliche Einigkeit im Rathaus gibt. Zumindest der Erste Beigeordnete und die Bürgermeisterin haben Differenzen. Die wurden zuletzt im Schulausschuss deutlich, als die Bürgermeisterin – gefragt nach einer Entscheidung – vehement unterstrich, dass diese nicht „die Verwaltung“, sondern „die Schulverwaltung“ getroffen hätte.

Solche öffentlich ausgetragenen Dispute werden sich die Stadtoberen wahrscheinlich nicht mehr dauerhaft leisten können. Denn – wie heißt es so schön – schwierige Zeiten erfordern Einigkeit. Und das ist wohl auch so. Denn sowohl Eltern, die mit ihren Anmeldungen entscheiden, ob eine Gesamtschule nach Wermelskirchen kommt, oder auch Fördergeber und Investoren, möchten diese Einigkeit und Geschlossenheit, um sicher gehen zu können, dass sie sich auf Partner verlassen können. Und nicht zuletzt brauchen auch die Bürger, die ja letztlich auch an Großprojekten beteiligt sind, Transparenz und eine gewisse Sicherheit. Deshalb sollte eine Stadt, sollten deren Akteure und Politiker, diese auch demonstrieren und weitergeben.

TOP Neuer Fitnessparcours auf der Balkantrasse wird am Sonntag eingeweiht.

FLOP Pflegeberatung wurde nach Bergisch Gladbach ausgelagert.

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