Neubau

Schwaner Knapp: Bauvorhaben im Plan

Am Schwaner Knapp soll noch in diesem Jahr ein erstes Haus bezugsfertig sein. Vier Gebäude werden entstehen.
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Am Schwaner Knapp soll noch in diesem Jahr ein erstes Haus bezugsfertig sein. Vier Gebäude werden entstehen.

Gemeinnütziger Bauverein trotzt zahlreichen Widrigkeiten – Bilanzsumme steigt auf 35 Millionen Euro.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Der gemeinnützige Bauverein hat die Kurve gekriegt: Materialmangel und ausgebuchte Auftragsbücher im Handwerk bremsen das Neubauvorhaben am Schwaner Knapp nicht aus. Drei Gebäude des ersten Bauabschnitts befinden sich im Bau, das Richtfest ist bereits erfolgt. „Das erste der drei Häuser wird noch in diesem Jahr fertig“, blickte Martin Lambotte voraus. Der Geschäftsführer des Bauvereins kündigte auf der Mitgliederversammlung im Haus Eifgen gleich einen Termin dazu an: „Eine Informationsveranstaltung zu den neuen Wohnungen am Schwaner Knapp wird es für Interessierte nach den Sommerferien geben – das genaue Datum steht noch nicht fest.“ Er gehe davon aus, dass die Häuser schnell komplett vermietet sein werden, denn bereits jetzt hätten 40 Anfragen Interesse in der Bauverein-Geschäftsstelle an der Wielstraße bekundet.

Die Preise für Wohnungstüren wurden in den letzten zwölf Monaten dreimal erhöht.

Martin Lambotte nennt ein Beispiel vieler Preissteigerungen

Am Schwaner Knapp baut der Bauverein im ersten Bauabschnitt drei Baukörper mit insgesamt 30 Wohneinheiten, darunter Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen sowie zehn Wohneinheiten speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigungen. In einem zweiten Bauabschnitt folgt ein weiteres Gebäude mit sieben oder acht Wohneinheiten. „Spätestens im Sommer 2023 sind die ersten drei Häuser dort voll vermietet und bezogen.“.

Diese Überzeugung fußt nicht zuletzt auf die guten Erfahrungen des als Genossenschaft aufgestellten Bauvereins mit seinen Neubauten Königsberger Straße / Stettiner Straße mit 16 Wohneinheiten, zehn Tiefgaragenstellplätzen sowie 15 Diakonie-Tagespflegeplätzen, die im vergangenen Jahr fertiggestellt wurden und seit November komplett vermietet sind. Noch im Dunkeln tappt der Bauverein hingegen bei der Projektentwicklung in Tente-Bähringhausen. Dort hat die Genossenschaft zwar entlang der B 51 Baurecht, will aber das Areal dahinter ebenso bebauen, so dass mindestens 40 Wohnungen entstehen. „Auch der Bau eines Kindergartens ist dort angedacht“, sagte Martin Lambotte: „Das Baurecht für dieses Gesamtprojekt steht in den Sternen.“ Als Herausforderung für den Bauverein bezeichnete der Geschäftsführer vor allem die steigenden Bau-, Sanierungs- und Instandhaltungskosten: „Allein die Preise für Wohnungstüren wurden in den vergangenen zwölf Monaten dreimal erhöht.“

Mit rund 94 000 Euro erzielte der Bauverein in 2021 einen ähnlichen Überschuss wie im Vorjahr (104 000 Euro). Deutlich gestiegen ist hingegen die Bilanzsumme, die von fast 20 (2017) auf 35 Millionen Euro gestiegen ist. „Das liegt an den fertigen Neubauten – durch die Fertigstellung des Hauses am Schwaner Knapp wird sie in 2022 auf 40 Millionen Euro klettern“, rechnete Lambotte vor.

Die Eigenkapitalquote des Bauvereins rangiert derzeit bei 38 Prozent. Hand in Hand mit der von 2020 auf 2021 um fünf Millionen Euro gestiegenen Bilanzsumme gehen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die ebenso hoch sind. An Bankguthaben verfügte der Bauverein zum Anfang diesen Jahres über 641 000 Euro.

Knapp zwei Millionen Euro investierte der Bauverein in 2021 für Hausbewirtschaftungskosten, bei denen Reparaturen und Instandhaltung den größten Anteil einnehmen. „Fast 300 unserer 600 Wohnungen sind saniert und auf modernen Stand gebracht“, resümierte Martin Lambotte, der aktuell 1017 Genossenschaftsmitglieder im Bauverein zählt.

Die 31 Anwesenden beschlossen einstimmig die Ausschüttung einer zweiprozentigen Dividende pro Anteil (Wert: 410 Euro), was 8,20 Euro ausmacht. Damit schüttet der Bauverein für 2021 insgesamt knapp 25 680 Euro aus.

Hintergrund

Aufsichtsrat: Einstimmig für weitere drei Jahre bestätigte die Mitgliederversammlung Ulrich Mahlkow und Matthias Wirtz als Aufsichtsratsangehörige.

Jubilare:Seit 50 Jahren gehört Heinz Zimmermann dem Bauverein an. Seit 25 Jahren dabei sind Petra Beushausen, Can Gümüshan und Andreas Jung. Geschäftsführer Martin Lambotte ehrte die Jubilare.

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