Ostern

Schützen feiern im Turnverein ruhig und sportlich

Sebastian Stieglbaur (rechts) freut sich über den Tagesgewinn Ente und Ostereier. Es gratulieren Abteilungsleiter Jörg Beck und Wirt Albert Stieglbaur.

Kultiviert will die Abteilung ihrer Leidenschaft nachgehen, beispielsweise beim traditionellen Ostereierschießen.

Von Ursula Hellmann

Im großen Angebot des Wermelskirchener Turnvereins hat auch die Schießsport-Abteilung ihren festen Platz. Als externe Gruppe gründete sie sich bereits 1959, gehört aber seit 1982 zum WTV. Was sich in den Jahrzehnten als liebgewordene Tradition erhalten hat, fand auch an diesem Ostersonntag wieder statt: das Ostereierschießen. Und das wurde rege genutzt. Ab Mittag visierten etwa achtzig Sportschützen die Scheiben an und versuchten ihr Glück. Diese Teilnehmerzahl entsprach einem guten Durchschnitt, trotz Umstellung auf die Sommerzeit. Albert Stieglbauer berichtete vom Ablauf der Schießdurchgänge: „Es gab am Ende drei Schützen, die mit je dreißig Ringen das beste Ergebnis erzielten. Zur Preisvergabe war dann aber lediglich ein Sieger noch anwesend.“ So nahm Sebastian Stieglbauer die Ente, einen gewichtigen Bratvogel, mit nach Hause sowie die Ostereier in leuchtenden Farben, die er für jeden Treffer als Prämie bekam.

Ab 18 Ringe gab es ein buntes Osterei als Prämie

Von den vorhandenen 1200 Eiern blieb nur noch eine geringe Anzahl übrig. Für ein Schießergebnis von 18 bis 22 Ringen wechselte jeweils ein buntes Ei zum Schützen über, für 26 bis 30 Ringe wurden je Schuss vier Eier ausgegeben. Aus Lust an der Sportart nahm auch Albert Stieglbauer (82) noch einmal eine Sportwaffe zur Hand. Auch die jungen Schützen hatten Gelegenheit, das Gelernte vorzuführen. Ab einem Alter von elf Jahren können Mädchen und Jungen Mitglied werden. Die moderne Technik bietet den Jüngsten eine ungefährliche Möglichkeit, Konzentration und Feinmotorik zu üben. Sogenannte Skate-Geräte fixieren das Ziel mit einem Lichtstrahl, der in der Kategorie Laserstrahl angesiedelt ist. Als Trainer-Ehepaar für die junge Mannschaft fungieren Eva und Siegfried Zajons.

Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren versuchen sich an Kleinkaliber- und Luftgewehren. Für Erwachsene kommen Luftpistolen, Luftgewehre und Großkaliberwaffen zum Einsatz. Die Sportschützen im WTV ziehen ihre Freude hauptsächlich am kultivierten Sport ohne die Rituale, wie sie in manchen Schützenvereinen üblich sind.

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