Schnelltest-Drive-in eröffnet morgen

Einen volldigitalen Schnelltest-Drive-in bietet Firma Preventim ab morgen auf dem oberen Teil des Firmenparkplatzes der Rasspe Systemtechnik GmbH (gegenüber der Grünschnitt-Sammelstelle) an der Albert-Einstein-Straße an. Foto: Markus Schumacher
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Einen volldigitalen Schnelltest-Drive-in bietet Firma Preventim ab morgen auf dem oberen Teil des Firmenparkplatzes der Rasspe Systemtechnik GmbH (gegenüber der Grünschnitt-Sammelstelle) an der Albert-Einstein-Straße an.

Die Firma Preventim will auf dem Parkplatz der Rasspe GmbH bis zu 800 Personen täglich testen

Von Markus Schumacher

Pünktlich zum Muttertag eröffnet die Firma Preventim einen volldigitalen Schnelltest-Drive-in in Wermelskirchen. Auf einem Teil des Firmenparkplatzes der Rasspe Systemtechnik GmbH können sich ab dem morgigen Samstag, 8. Mai, ab 8 Uhr bis zu 800 Personen täglich kostenlos testen lassen. Den Anstoß hatten zwei Wermelskirchener Unternehmer gegeben.

„Download der kostenlosen App Chayns, einmalige Hinterlegung der persönlichen Daten und los geht es“, beschreibt die Firma das Prozedere, „auf die Online-Terminbuchung folgt der Abstrich vor Ort. Etwa 15 Minuten später erhalten Getestete das Ergebnis in die Wallet auf dem Smartphone.“

„Dadurch erlangen wir alle mehr Sicherheit.“

Bürgermeisterin Marion Lück

„Wer seine Mutter am Sonntag sicher besuchen will, kann unser Angebot direkt mit dem Auto, Rad oder zu Fuß in Anspruch nehmen“, sagt Frederic Lanz, Geschäftsführer und einer der Gründer von Preventim. „Wir sorgen für eine unkomplizierte Abwicklung und eine entspannte Testatmosphäre vor Ort.“

Der Rasspe Systemtechnik GmbH in der Albert-Einstein-Straße 15 sei es ein besonderes Anliegen gewesen, eine solche Möglichkeit für alle Bürger zu schaffen, teilt Preventim mit. Rasspe-Geschäftsführer Michael Flanhardt sowie Peter Suer von Suer Nutzfahrzeugtechnik seien – in ihrer Funktion als Vorsitzende des Wirtschaftsgremiums Wermelskirchen der IHK Köln – begeistert von der Idee gewesen, einen privaten Anbieter ins Boot zu holen: „Wir möchten pragmatisch unseren Beitrag leisten, um der Normalität wieder näher zu kommen. Mit dem Testzentrum schaffen wir ein zusätzliches Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger vor Ort“, werden sie zitiert. Auch bei einem weiteren Fortschreiten der Impfkampagne halte Flanhardt großflächige Schnelltestungen weiterhin für eine wichtige Säule. Flanhardt: „Wir können nur dazu aufrufen: Lasst euch kostenlos und einfach bei uns testen.“

Die Leitung vor Ort hat Jeanne Altfeld. Die Wermelskirchenerin möchte das ernste Thema modern und frisch angehen: „Als Farbe unseres Logos habe ich mir auch etwas Fröhliches ausgesucht: Magenta.“ Alles soll mit einer gewissen Leichtigkeit vonstatten gehen. „Getestet zu werden, ist ja eigentlich eher unangenehm“, weiß sie selbst. Aber Angst schwäche auch das Immunsystem, deshalb soll bei ihr mit einem Smiley getestet werden. Sie überlegt sogar, eine Musikbox aufzustellen. Und jeder Getestete soll ein Give-away bekommen: „Vielleicht ein Tütchen Gummibärchen.“

Geholfen haben beim Aufbau auch Mitglieder von WiW und Bowl Church sowie Mitarbeiter von Gabelstapler Finger und Dach und Wand Koch.

Ab sofort sind dafür Termine über die App buchbar. Nach dem Test-Auftakt morgen steht der Drive-in von Montag bis Freitag von 6 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 18 Uhr allen Personen für kostenlose Schnelltestungen offen. Diese übernehmen geschulte Mitarbeiter aus der Region. Die tägliche Teststatistik sowie positive Testergebnisse übermittelt die App direkt ans Gesundheitsamt.

„Dieses privatwirtschaftliche Engagement begrüßen wir sehr“, sagt Bürgermeistern Marion Lück: „Dank des Schnelltest-Angebots bei der Firma Rasspe steigen die Testkapazitäten nochmals deutlich an. Dadurch erlangen wir alle mehr Sicherheit.“ Nicht nur der Muttertagsbesuch, sondern auch Dinge des Alltags wie der Einkauf im Wermelskirchener Einzelhandel seien so viel sicherer möglich.

Der hiesige digitale Schnelltest-Drive-in ist bereits das zehnte Schnelltestzentrum von Preventim in Nordrhein-Westfalen und Hessen seit Anfang April. „Wir brauchen nur einen großen Parkplatz oder eine vergleichbare Fläche und in Kürze ziehen wir ein neues Testzentrum hoch“, betont Lanz.

Ähnliche Konzepte seien mit weiteren Unternehmen in der Planung. Speziell in Gewerbegebieten seien Test-Standorte als direkter Kundenservice optimal. Und das gelte natürlich auch über den Muttertag hinaus.

Das Geschäftsmodell funktioniert so: Preventim führt Tests durch und stellt diese dann später der Kassenärztlichen Vereinigung in Rechnung. Diese wiederum ruft dafür das Geld aus einem Budget beim Bund ab. Dieses wurde speziell für die Durchführung solcher kostenlosen Bürgertests im Rahmen der Pandemiebekämpfung aufgelegt. Termine können auch im Internet gebucht werden.

| Standpunkt

wermelskirchen-testet.de

Preventim UG

Die Preventim UG ist ein Anbieter zum Aufbau von Schnelltestzentren an lokalen Standorten. In Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden will sie die Lücke an Testzentren innerhalb der Teststrategie des Bundes schließen. Zentral für die Teststrategie ist eine App, die ein effizientes Datenmanagement sowie kontaktlose Testungen ermöglicht und Nutzern einen digitalen Testausweis ausstellt.

Hinter der Preventim UG stehen mit Björn Kemper und Frederic Lanz als Geschäftsführer der KEMPER GmbH.

Standpunkt

Von Markus Schumacher

Bis zu 800 Personen täglich sollen ab Samstag im Schnelltest-Drive an der Albert-Einstein-Straße getestet werden. Das Ganze soll schnell, sicher, bequem und kostenlos geschehen. Bei rund 35 000 Einwohnern könnte dort theoretisch ganz Wermelskirchen in nur 44 Tagen einmal komplett durchgetestet sein. Zu verdanken ist das Angebot dem Engagement zweier Wermelskirchener Unternehmer, die von der Firma Preventim in ihrem Netzwerk erfahren hatten – und es dann rasch für ihre Heimatstadt eintüteten. Dafür stellen sie auch einen Teil ihres Firmenparkplatzes zur Verfügung. Und viel mehr braucht Preventim auch gar nicht: Seit in Flörsheim das erste Schnelltest-Drive-in eingerichtet worden ist, exportiert das junge Unternehmen seine Idee schon in viele weitere Städte und Gemeinden. Da wünscht man sich doch glatt, auch das Impfen gegen Corona könnte privatwirtschaftlich organisiert werden. Bezahlen lässt sich Preventim seine Arbeit über die Kassenärztliche Vereinigung, die wiederum vom Bund das Geld dafür erstattet bekommt.

| Schnelltest-Drive-in. . .

markus.schumacher @rga.de

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