Der Schnellbus soll ab Ende 2021 rollen

Derzeit erreicht man als Wermelskirchener im Öffentlichen Nahverkehr nur mit der RVK-Linie 260 die Metropolen Köln und Leverkusen. Foto: RVK
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Derzeit erreicht man als Wermelskirchener im Öffentlichen Nahverkehr nur mit der RVK-Linie 260 die Metropolen Köln und Leverkusen. Foto: RVK

Machbarkeitsstudie ist durch, jetzt geht es um die Feinplanung

Von Anja Carolina Siebel

Jeder Wermelskirchener, der schon mal mit der einzig möglichen Buslinie nach Köln gefahren ist, wird das kennen: Die Strecke zieht sich. Und am Kölner Hauptbahnhof kommt man letztlich nach geschlagenen eineinhalb Stunden an. Ganz nett für einen Ausflug, eher kontraproduktiv für Pendler.

Ab Ende 2021 soll die Tour in die Metropole fixer gehen. Verantwortliche des Rheinisch-Bergischen- sowie des Oberbergischen Kreises und der Stadt Leverkusen steckten sich deshalb im Jahr 2019 ein Ziel: Die sogenannten schienenfernen Räume an den regionalen Schienenverkehr und somit die Ballungszentren der Rheinschiene anzubinden.

Die Ergebnisse der kürzlich fertiggestellten Machbarkeitsstudie präsentierte Kreisdezernentin Elke Reichert den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr in Wermelskirchen.

„Zielgruppe sind Berufspendler, aber auch Jugendliche und Senioren.“

Elke Reichert, Rheinisch-Bergischer Kreis

Dabei ging es insbesondere um die mögliche Linienführung. Favorisiert werde derzeit folgende Route: Wipperfürth – Hückeswagen – Remscheid, Bergisch Born – Wermelskirchen – Burscheid-Hilgen – Leverkusen Mitte – Leverkusen Schlebusch – Leverkusen, Chempark.

Neben einer weiteren sehr leistungsstarken Linienführung über Opladen weise diese Route unter den derzeitigen Rahmenbedingungen das größte Potenzial für das schnelle Premiumangebot aus.

„Zielgruppe der neuen Schnellbuslinie sollen sowohl Berufspendler als aber auch Jugendliche und Senioren sein, die gerne etwas schneller in den größeren Städten sein möchten“, erklärte Reichert. Immerhin betrüge die Zeitersparnis auf Hin- und Rückweg nah Leverkusen bei der favorisierten Streckenvariante ganze 47 Minuten.

Der Schnellbus wird als Projekt der Regionale 2025 finanziell gefördert, das heißt aber auch, dass die Realisierung vonseiten der Regionale-Agentur, die die Finanzierung schließlich bewilligen muss, an bestimmte Bedingungen geknüpft ist: „Zum Beispiel muss der Schnellbus in der Zeit von 5 bis 21 Uhr mindestens halbstündlich, danach mindestens stündlich fahren. Zudem müssen die Fahrtzeiten mit denen des Öffentlichen Nahverkehrs abgestimmt werden“, beschrieb Elke Reichert. Sie betonte zudem: „Die Buslinie des Öffentlichen Nahverkehrs nach Köln soll es selbstverständlich auch weiterhin geben.“ Das wäre im Falle von Wermelskirchen die Linie 260 der RVK.

Berücksichtigt bei der Planung der Schnellbuslinie wurden zusammengefasst die Kriterien Geschwindigkeit, Direktheit, Förderfähigkeit sowie das Potenzial in Hinblick auf die Anzahl der Fahrgäste pro Jahr. Die kürzlich fertiggestellte Machbarkeitsstudie wurde auch in der Nachbarstadt Burscheid schon vorgestellt. Bei der Studie ging es insbesondere um die mögliche Linienführung. Als weiterer Schritt soll nun eine Feinplanung erfolgen, um bis März einen Förderantrag beim Nahverkehr Rheinland stellen zu können.

Unklar ist derzeit noch, wie viele Haltestellen für den Schnellbus es in Wermelskirchen geben wird. Elke Reichert sprach zunächst von einer, in einigen Plänen waren aber zwei ersichtlich. „Wir klären das möglichst bald.“ Auf jeden Fall soll der Transfer zu der jeweiligen Haltestelle auch über den Öffentlichen Nahverkehr gesichert sein – auch aus Richtung Dabringhausen und Dhünn. „Wir stehen in Kontakt mit den Busunternehmern, die ihre Zeiten entsprechend der Schnellbuszeiten anpassen“, sagte Reichert.

Ambitioniertes Ziel der Auftraggeber sei es, bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 mit dem Schnellbus zu starten. Reichert. „Das ist sportlich, aber wir arbeiten daran.“

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