Schlechte Zeiten für Hypochonder

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Von Anja Carolina Siebel

Die Verfasserin bekennt sich zu ihren hypochondrischen Zügen. Man kennt sie seit Jahren nicht anders, als dass sie auf der Hut ist, was schon minimalste körperliche Veränderungen angeht. Der Kopf dröhnt? Wenn das mal nicht hoher Blutdruck oder Schlimmeres ist. Das Herz schlägt etwas schneller? Wann war eigentlich der letzte Arzttermin? Und nun? Nun darf ja noch nicht einmal mehr die Nase laufen, ohne dass die unsichtbare Sirene im Oberstübchen ins Rotieren kommt. „Das hier ist keine gute Zeit für Hypochonder“, hat neulich in einer nervigen Sonntagabend-Runde mal ein weiser Mediziner verlauten lassen. Wie recht er doch hat. Endlich versteht uns einer. Corona. Und Menschen, die es eigentlich wissen müssten, aber plötzlich verunsichert sind. Ganz schlechte Kombi. Aber manchmal ist man es ja auch gar nicht selbst, der die Angst sät. Da braucht nur die Kassiererin oder der Paketbote kurz verlauten lassen: „Sie sehen aber müde aus heute.“ Schon rennt sie vor den Spiegel. „Stimmt das? Müde? Ach, du liebe Zeit. Wo kommt das denn her? Müde. Was heißt das denn, müde aussehen? Blass? Etwa blass?“ Einen Vorteil gibt es ja jetzt, während der Corona-Pandemie. Die Masken. Da fällt dann gar nicht auf, dass das Gegenüber müde oder sonst wie aussieht. „Ist die Maske“, kann man dann antworten. Und neulich erzählte sogar einer, dass ihm nach dem Maskentragen die Nase liefe. Siehste, doch kein Corona.

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