Erstes Treffen

Schlaganfall: Gruppe für Kinder eröffnet

Gruppenleiterin Anja Schwirblat (l.) und Vorsitzende Brigitte Hallenberg (r.) mit Svitlana Rzaiewa und ihren Kindern Rustam und Roza sowie Hund Fine.
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Gruppenleiterin Anja Schwirblat (l.) und Vorsitzende Brigitte Hallenberg (r.) mit Svitlana Rzaiewa und ihren Kindern Rustam und Roza sowie Hund Fine.

Eine Familie aus der Ukraine nahm das Angebot gerne an.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Svitlana Rzaiewa erinnert sich noch genau an den Tag Anfang März, an dem sie mit ihren beiden Kindern ins Bergische kam. Sie war eine der 34 Geflüchteten, die mit dem Bus von der polnischen Grenze abgeholt und zunächst ins Gemeindezentrum Hilgen-Neuenhaus gebracht wurden.

Nächstes Treffen findet imNovember statt

Eine schicksalhafte Reise für alle diese Menschen aus der Ukraine. Für Svitlana Rzaiewa und ihre Familie noch einmal ein wenig mehr, denn ihre Tochter Roza (8) ist schwerstbehindert, hat einen Gen-Defekt und epileptische Anfälle. sitzt im Rollstuhl. „Die Reise war deshalb natürlich eine Herausforderung“, erinnert sich Svitlana. Zumal ihre kleine Tochter damals noch keinen richtigen Rollstuhl mit auf der Flucht hatte; die Mutter schob die Achtjährige in einem Buggy.

Durch Kontakte und Netzwerken der Ehrenamtler in Neuenhaus entstand schnell der Kontakt zu Brigitte Hallenberg von der Schlaganfallhilfe. Denn: „Wir etablieren ja gerade eine Selbsthilfegruppe für Familien mit Kindern, die einen Schlaganfall erlitten oder eine neurologische Erkrankung haben.“ Am vorigen Wochenende war das erste Treffen in den Räumen der Selbsthilfegruppe, Königstraße 102. Svitlana und Roza sowie Svitlanas zwölfjähriger Sohn Rustam waren auch mit dabei. „Wir haben auch schon einige andere Nachfragen“, sagt Brigitte Hallenberg.

Austausch ist in der Gruppe ebenso angesagt wie gemeinsame Aktivitäten und Ablenkung vom Alltag. Das klappte diesmal schon gut mit Hund Fine, der das Maskottchen der Gruppe ist. „Roza hat sich jetzt schon in ihn verliebt“, sagte Svitlana Rzaiewa. Und: Auch die Geschwisterkinder sollen integriert werden. Das nächste Treffen der Gruppe findet im November statt.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Tolles Engagement

anja.siebel@rga.de

Immer noch denken wohl einige Menschen, dass ein Schlaganfall vor allem Ältere treffen würde. „Betrifft mich nicht“ ist wohl eine weit verbreitete Meinung. Dass das ein Trugschluss ist, zeigen viele Beispiele. Manchmal sind es leider sogar Kinder und Jugendliche, die unter den Folgen eines Schlaganfalles zu leiden haben.

Dass die Schlaganfallhilfe mit Ehrenamtlern um Brigitte Hallenberg sich nun auch diesem Thema annimmt, ist aller Ehren wert. Überhaupt reicht das Engagement der Schlaganfallhilfe weit über die Grenzen Wermelskirchens hinaus. Längst hat sich eine größere Gruppe an Ehrenamtlern um Brigitte Hallenberg etabliert, von der viele auch eine Ausbildung zum Schlaganfallhelfer absolviert haben. Sie alle helfen Betroffenen, die die Krankheit meist aus heiterem Himmel trifft – und sind auch den Angehörigen eine große Stütze.

Gut, dass es diese Hilfsangebote in Wermelskirchen gibt. Viele sind dafür dankbar.

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