Anzeige wegen Körperverletzung

Schlag ins Gesicht: 20-Jähriger nach Kirmes-Attacke in Klinik

Die Polizei im Einsatz. (Symbolfoto)
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Strafanzeige wegen eines Schlages ins Gesicht auf der Kirmes. Die Polizei bestätigt die Anzeige wegen Körperverletzung.

Mutter sucht Zeugen, die etwas beobachtet haben.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Bei der Polizei wurde der Angriff auf einen 20-jährigen Wermelskirchener an Matinee zwar als Körperverletzung erfasst. Die Konsequenzen für den jungen Mann und seine Familie wurden aber nicht direkt öffentlich. „Im Polizeibericht stand wohl, dass mein Sohn einen Zahn verloren hat“, schildert die Mutter des 20-Jährigen, Melanie H. So glimpflich sei die Sache für ihren Sohn indes nicht ausgegangen. „Er liegt seit Montagnacht mit einem mehrfach gebrochenen Kiefer in einer Solinger Spezialklinik, weil ihn jemand von der Seite brutal ins Gesicht geschlagen hat.“

Die Mutter schildert den Vorfall, der sich am Kirmesmontag, 29. August, gegen 22 Uhr am Kreisverkehr Eich ereignet habe, so: „Mein Sohn ging mit einem Freund über die Eich, als ihm ein etwa Gleichaltriger einfach ins Gesicht schlug. Mein Sohn ist 2,10 Meter groß; der andere, deutlich kleiner, hat ihn seitlich von unten angegriffen.“ Über die Gründe kann Melanie H. nur mutmaßen, bekannt sei der Mann der Familie aber.

„Ich habe auch sofort am Abend noch Strafanzeige gegen ihn gestellt.“ Die Familie sucht nun Zeugen, die den Vorfall um kurz nach 22 Uhr an der Eich beobachtet haben. „Es haben sich gottlob auch schon einige bei uns gemeldet“, sagt Melanie H. „Wir möchten, dass der Täter belangt wird. Mein Sohn wird laut Aussagen der Ärzte rund ein Jahr brauchen, bis er vollständig wieder hergestellt ist.

20-Jähriger wurde ins Krankenhaus eingeliefert

Die Polizei bestätigt die Anzeige wegen Körperverletzung. „Über die Schwere der Verletzungen äußern wir uns aber grundsätzlich nicht“, sagt Polizeisprecher Christian Tholl auf Nachfrage. Klar sei gewesen, dass der junge Mann nach dem Vorfall ins Krankenhaus eingeliefert worden sei.

„Zuerst sollte er ins hiesige Krankenhaus“, sagt Melanie H. „Aber dann war klar, dass er in eine Spezialklinik muss. Der ganze Kiefer war praktisch aus der Fassung geraten. Er darf ihn momentan gar nicht bewegen. Die Operation hat er gut überstanden, aber der Heilungsprozess wird vermutlich das Schwierigste und Schmerzhafteste für ihn sein,“

An die Öffentlichkeit habe sie sich nicht nur gewandt, weil sie weitere Zeugen sucht, die behilflich sein könnten, den Schläger letztlich vor Gericht zu bringen. „Ich möchte auch, dass klargestellt wird, dass mein Sohn eben nicht nur ein paar Zähnchen verloren hat, sondern wirklich brutal schwer verletzt wurde.“

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