Die Schatzkammer auf Schloss Burg wird zehn Jahre alt

Die Schatzkammer auf Schloss Burg ist eng mit Ute Schulz und mit ihrem Mann Klaus-Dieter Schulz vom Schlossbauverein verbunden. Foto: Christian Beier

Kleiner Laden bietet ein Sortiment an Solinger Schneidwaren

Von Jutta Schreiber-Lenz

Ein schlichtes Zöppken, Gemüse- oder Brotmesser: Die Bergische Schatzkammer in der Alten Schule auf dem Gelände von Schloss Burg hält sein nunmehr zehn Jahren eine große Auswahl der typischen Solinger Klingenwarte für Besucher bereit. Dazu werden Souvenirs und Geschenkartikel verkauft.

„Aber das Kerngeschäft sind tatsächlich die Artikel der mit uns kooperierenden Solinger Schneidwaren-Hersteller wie Güde, Herder, Pott und andere“, sagt Ute Schulz, eine der „Mütter“ der Schatzkammer. Viel Wert legt sie auf die Feststellung, dass alle der ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeiter geschult seien. „Bei Werksführungen oder Vorträgen von Experten haben alle viel über Messerherstellung gelernt und können somit kompetent beraten. Ein Service, der inzwischen längst von regelmäßigen Kunden genutzt werde. Ein Essener Professor zum Beispiel habe inzwischen seine ganze Familie mit Schneidwaren aus der Schatzkammer ausgerüstet.

Schatzkammer sucht Nachwuchs für den Verkauf

17 Engagierte gehören zum derzeitigen Team der Ehrenamtler, die werktags ab 14 Uhr und an den Wochenenden ab 12 Uhr im Laden Kundschaft betreuen. Auch Ute Schulz selbst lässt es sich nicht nehmen, regelmäßig nach dem Rechten zu sehen. Tochter Claudia nimmt sie gerne mit auf die Burg, mit 52 eine der jüngsten Mitarbeiterinnen. „Wir brauchen Nachwuchs“, sagt Ute Schulz – doch ehrenamtliche Arbeit sei bei der nachwachsenden Generation nicht mehr en vogue.

Im Rahmen des Umbaus der Alten Schule wurde vor zehn Jahren für den freiwerdenden Raum nach einer sinnvollen Nutzung gesucht – und mit der Bergischen Schatzkammer schnell gefunden. Solinger Produkte anzubieten und mit dem Gewinn aus diesem Verkauf einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Schlossanlage zu leisten, sei nach wie vor ein gutes Konzept, betont auch Klaus-Dieter Schulz, Vorsitzender des Schlossbauvereins und Vorgänger von Geschäftsführer Gregor Ahlmann. Gute Kontakte zu Marianne Göllner vom Klingenmuseum und über sie zu Heinz-Peter Pott und seiner rührigen Lebenspartnerin Stefanie Georg hätten damals die Wege zur Verwirklichung der Idee geebnet. „Die beiden haben uns sehr geholfen, auch mit ihrem Netzwerk“, sagt Ute Schulz. Gefeiert werden konnte der zehnte Geburtstag des Geschäftes durch die Corona-Krise nicht. Dafür gab es ein kleines Dankeschön-Präsent für alle Mitarbeiter: ein Warengutschein, natürlich für die Schatzkammer.

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