Sport

Schachverein sucht neue Mitspieler

Beim Schachverein Wermelskirchen 1932 spielen 19 bis 20 Kinder und Jugend Schach.
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Beim Schachverein Wermelskirchen 1932 spielen 19 bis 20 Kinder und Jugend Schach.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Mitglieder treffen sich immer freitags – Beim Blitztraining dauert eine Partie nur zehn Minuten.

Wermelskirchen. Sieben Stunden und 36 Minuten, lang hat der norwegische Schachspieler Magnus Carlsen einmal gebraucht, um eine Partie erfolgreich zu Ende zu bringen. „Im Schnitt dauert eine Partie auf Wettbewerben zwei bis vier Stunden“, sagt Rainer Engels, der Vorsitzende des Schachvereins Wermelskirchen 1932. „Manchmal auch bis zu sechs Stunden.“ Schach sei ein Spiel, das hohe Konzentration und Geduld erfordere.

Der Schachverein in Wermelskirchen wurde – wie der Name schon sagt – 1932 gegründet – von sechs Männern. „Während des Krieges lag der Verein dann brach“, sagt Rainer Engels. „Doch in den 50er Jahren wurde der Spielbetrieb dann wieder aufgenommen.“ Rainer Engels hat 2007 den Vorsitz des Schachvereins übernommen. „Ich suche auf Dauer schon einen Nachfolger“, sagt der Vorsitzende. „Das ist aber im Ehrenamt nicht so leicht, jemand zu finden, der das Amt gerne übernehmen möchte“. Zu seinen Aufgaben gehört neben der Öffentlichkeitsarbeit auch das Besuchen von überregionalen Sitzungen beispielsweise im Bezirk, im Stadtsportbund, weiter geht es um steuerliche Fragen, um Raumnutzung und vieles mehr. „Gerade haben wir uns in Solingen getroffen, um Wettkämpfe zu besprechen“, sagt er.

Der Verein hat 51 Mitglieder. „Regelmäßig kommen etwa 25 bis 26 Erwachsene und 19 bis 20 Kinder und Jugendliche, die sind aber nicht jeden Freitag alle da“, sagt Rainer Engels. Denn trainiert wird jeden Freitag im Haus der Begegnung an der Schiller Straße. „Die Kinder und Jugendlichen treffen sich ab 19 Uhr und spielen bis etwa 20 Uhr“, sagt er. „Und ab 20 Uhr kommen die Erwachsenen.“

Theorie und Praxis stehen bei den Treffen auf dem Programm

Zum Training wird immer Blitzschach gespielt, dann dauere eine Partie zehn Minuten. „Zwei, drei Partien spielen wir schon mit einem Spieler, dann wechseln wir.“ Auch Theorie werde immer wieder vermittelt, sagt Rainer Engels. „Unser Mann dafür ist Sascha Mohaupt, er ist die Nummer 1 bei uns.“

 Rainer Engels selbst hat mit zwölf Jahren mit dem offiziellen Schachspielen angefangen. „Ich habe einen Kurs in den Osterferien mitgemacht und bin dann dabei geblieben“, sagt er. „Das war 1976.“ Seine Mutter hatte ihm zu Hause vorher die Grundlagen vermittelt. „Es hat mir Spaß gemacht und mich gepackt.“

Nach den Sommerferien fangen die Wettkämpfe wieder an. „Wir sind sehr darauf gespannt, was die neue Saison bringen wird“, sagt Rainer Engels. Schach sei immer noch ein sehr Männer dominierter Verein. „Mädchen springen oft während der Pubertät ab und ihr Leben verläuft anders“, sagt Rainer Engels. „Während Jungen häufig dabei bleiben.“ Er kenne nur eine Frau, die sich an die Weltspitze herangespielt hat und nicht nur bei reinen Frauenturnieren gespielt hat: die Ungarin Judit Polgár. Ihr Vater habe sie und ihre beiden Schwestern von der Schule genommen, sie zu Hause unterrichtet und mit den Mädchen das Schachspielen trainiert. „Mit Erfolg, wie man sieht.“

Auf Erfolg hofft der Vereinsvorsitzende auch wieder, wenn bald die Wettkämpfe beginnen. „Übrigens Frauen spielen genauso gut Schach wie Männer“, sagt Rainer Engels. „Es sind leider nur viel weniger Frauen als Männer, die regelmäßig Schach spielen.“

Stadtmeister

1. Platz: Über fünf Runden im Schweizer System wurde der Stadtmeister im Schach ermittelt. Insgesamt nahmen zehn Spieler an dem diesjährigen Turnier teil. Jaczek Pyrowicz sicherte sich ungeschlagen den Stadtmeister-Titel mit 5 von 5 Punkten.

Platz 2 und 3: Den zweiten und dritten Platz teilten sich mit 3,5 aus 5 Punkten die Spieler Uwe Scheunemann und Michel Charbonnier-Schürmann.

Standpunkt von Susanne Koch: Viele Vorteile

susanne.koch@rga.de

Der Schachverein Wermelskirchen 1932 gibt Mädchen und Jungen, Frauen und Männern die Möglichkeit, Schach spielen zu trainieren. Das Schachspiel ist ein Spiel, das viele Vorteile bietet. Es trainiert das Gehirn mit den Folgen: Beide Gehirnhälften werden eingesetzt, Schach spielen erhöht die Kreativität und auch den IQ-Wert, bessere Problemlösungsfähigkeit, bessere Planung und Weitblick, ist vorbeugend gegen Demenz, mehr Dendriten werden ausgebildet, gutes Leseverständnis, trainiertes Gedächtnis sowie schnellere Regeneration nach einem Schlaganfall.

Das sind alles Vorteile, die Schülerinnen und Schüler, aber auch weibliche und männliche Erwachsene gut gebrauchen können. Wer seine Gehirntätigkeit verbessern möchte, der kann es ruhig mit dem Schachspielen versuchen. Der Schachverein bietet freitags im Haus der Begegnung immer seine Trainingsstunden an.

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