Interview

Samuel Rösch beleuchtet die großen Fragen des Lebens

Samuel Rösch ist Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Manchmal tritt er dann auch im Zuge von Veranstaltungen der Evangelischen Kirche auf.
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Samuel Rösch ist Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Manchmal tritt er dann auch im Zuge von Veranstaltungen der Evangelischen Kirche auf.

Gewinner von „The Voice of Germany“ tritt bei der kommenden Church Night am 31. Oktober auf.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Herr Rösch, Sie werden bei der „Church Night“ in der Burger Kirche zu Gast sein. Was können die Besucher erwarten?

Samuel Rösch: Ich werde im Zuge der „Church Night“ im Trio in der Begleitung eines Gitarristen und eines Pianisten auftreten. Bei diesem Format liebe ich besonders die Nähe zu den Konzertbesuchern und die dabei wirklich einzigartige Atmosphäre, die sehr intim und intensiv zugleich ist. Das habe ich der Tat bis jetzt nur so bei Konzerten mit dieser Trio-Besetzung erlebt. Neben den Stücken meines Debütalbums „Geschichten“, das im April 2021 erschienen ist, und den Songs, die ich auch bei meiner Teilnahme an „The Voice Of Germany“ im Jahr 2018 gespielt habe, werde ich auch ein paar neue Songs auf die Bühne bringen, die auf der nächsten EP enthalten sind. Diese wird noch in diesem Jahr, genauer: am 25. November, erscheinen.

Was verbinden Sie persönlich mit dem Reformationstag, an dem die „Church Night“ stattfindet?

Rösch: Ich bin in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche im Freistaat Sachsen groß geworden. Und da am 31. Oktober die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert wird, ist das natürlich auch für mich ein denkwürdiger und besonderer Tag.

Sie sind immer wieder bei christlichen Veranstaltungen zu Gast – wie wichtig sind diese für Sie?

Rösch: Das ist richtig, denn das ist die Szene, aus der heraus ich in meiner Anfangszeit mit meiner Musik gestartet bin. Aus diesem Grund freue ich mich auch immer wieder besonders, wenn ich in Gemeinden oder bei christlichen Events zu Gast sein darf. Mittlerweile spielen wir aber auch vermehrt Auftritte außerhalb dieser Szene.

Wie kam es 2018 zur Teilnahme bei „The Voice Of Germany“?

Rösch: Das hatte seinen Ursprung bereits einige Jahr zuvor. Der Musikprofessor an meiner Hochschule, an der ich Religionspädagogik studiert habe, hat mich damals motiviert, mich bei dieser Gesangs-Castingshow zu bewerben. Bis es dann soweit war – und ich auch angenommen wurde sowie weiterkam – hat es dann allerdings noch einmal mehr als drei Jahre gedauert.

Welche Rolle spielt „The Voice Of Germany“ heute noch in Ihrem Leben?

Rösch: Darüber habe ich wirklich schon viel und oft nachgedacht – und wir haben in der Band dafür zuletzt tatsächlich einmal einen diese Situation ganz gut beschreibenden Satz gefunden: „Von Identität zu Referenz“. Damit meine ich das: Meine Teilnahme bei „The Voice Of Germany“ hat mir ein neues Leben eröffnet – und dafür bin ich wirklich sehr dankbar. Aber ich verstehe mich heute als eigenständiger Musiker, der „Deutsch-Pop mit Tiefgang“, so würde ich meine Musik selbst beschreiben, macht.

Welchen Bezug haben Sie zur Evangelischen Kirche?

Rösch:Ich bin Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Manchmal trete ich dann natürlich auch im Zuge von Veranstaltungen der Evangelischen Kirche auf.

Üben Sie eigentlich noch Ihren ursprünglichen Beruf des Religionspädagogen aus?

Rösch: Nein, seit dem Sieg bei der Gesangs-Castingshow „The Voice Of Germany“ mache ich das nicht mehr. Denn seit dieser Zeit habe ich das große Glück und Privileg und kann hauptberuflich als Musiker und Sänger arbeiten. Ich habe mein Studium der Religionspädagogik im Jahr 2019 an der Evangelischen Fachhochschule für Religionspädagogik und Gemeindediakonie in Moritzburg in meinem Heimatland Sachsen beendet – bis zum Masterabschluss. Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich in diesem Beruf aber noch nicht gearbeitet.

Wieso haben Sie sich seinerzeit für den Beruf des Religionspädagogen entschieden?

Rösch: Ich wollte – und ich will das auch heute noch – mit dem Menschen um mich herum über die großen Fragen im Leben nachdenken und sprechen. Diese Fragen lauten etwa: Wo komme ich her? Wer bin ich? Wo gehe ich hin? Darüber nachzudenken und zu reden kann sehr bereichernd für alle Beteiligten sein.

Spielt er in Ihrem Musiker-Leben eine Rolle?

Rösch: Das ist tatsächlich in diesem Kontext eher nur noch selten der Fall. Zum Tragen kommt er etwa immer dann, wenn ich an Schulen auftrete oder Workshops für Jugendliche oder junge Erwachsene gebe. Dann hilft mir das, was ich im Studium gelernt habe – und ich kann dabei dann darauf zurückgreifen und meine Kompetenzen aus dem Pädagogik-Studium in diese Workshops oder Unterrichtseinheiten einbringen.

Church Night

Die nächste Church Night des CVJM findet am Montag, 31. Oktober, ab 19 Uhr statt - diesmal in der Kirche in Solingen-Unterburg an der Müngstener Straße 27.

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