Saiten-Virtuosen begeistern

Das Quartett Monsieur Pompadour. Foto: Singer
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Das Quartett Monsieur Pompadour.

Im Haus Eifgen spielt Berliner Quartett Monsieur Pompadour

-sng- Django Reinhardt gilt als Schöpfer einer Musik, die drei Stile verbindet: Aus New-Orleans-Jazz, französischen Walzern und der traditionellen Spielweise der Sinti schuf er den Gypsy-Swing. Eine Hommage an Django Reinhardts Stil zelebrierte die Berliner Band „Monsieur Pompadour“ im Haus Eifgen-Konzertgarten, wo knapp 40 Kenner dem Quartett lauschten.

Von kurzem Schlaf berichtete „Monsieur Pompadour“-Sänger und Gitarrist Ernesto Pompadour, denn tags vor dem Auftritt in Wermelskirchen gastierte das Quartett in Marburg: „Wir haben an der Lahn bis morgens um 5 Uhr mit netten Leuten Straßenmusik gemacht.“ Daraus bilanzierte er keine naheliegende Übermüdung: „Hier in Wermelskirchen sind wir jetzt also noch völlig im Flow – es rollt.“

Dass es „rollte“, zeigte sich beim Kontrabass-Spiel zum Reinhardt-Klassiker „Minor Swing“ in bester „Walking Bass“-Manier im Vier-Viertel-Takt, das los marschierte, als wollte es eine ausgiebige Wanderung durch das Eifgental unternehmen. Alfred Karnowka, ehemaliger Leiter der Musikschule, zeigte sich begeistert angesichts der vier Virtuosen (zwei Gitarren, Violine und Kontrabass) auf der Bühne, bei denen die Töne und Akkorde besonders bei den Soli in irrwitziger Geschwindigkeit gespielt wurden. „Man darf nicht vergessen, dass Django Reinhardt ein Handicap an der linken Hand hatte und trotz dieser Einschränkung diese Sachen gespielt hat“, sagte er.

„Wir verehren Reinhardt und zeigen ihn in all seinen Facetten“, meinte Violinist Ferenc Krisztián Hegedütok. So überraschte Monsieur Pompadour mit einer französischsprachigen Version von „Bang Bang“, das durch Nancy Sinatras Interpretation für die Filmmusik zu „Kill Bill“ Bekanntheit erlangte. Mit „Standing Ovations“ und lautstarken Rufen forderte das Publikum Zugaben.

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